Musik: Okke Punt

Viel erfahren kann man im (deutschsprachigen) Netz nicht über Okke Punt, einen holländischen Musiker.
Lediglich das niederländische Wikipedia gibt etwas Auskunft über den Singer-Songwriter, der wohl als Teilnehmer eines Contests dort bekannt worden ist.
Was aber der Qualität seines ersten Albums keinen Abbruch tut, das lediglich seinen Namen trägt:

Okke Punt

Wirklich feine handgemachte Musik, ein wenig Bluses, eine wenig Folk, aber immer gut zu hören, und soweit ich das beurteilen kann, auch mit schönen, auf  Englisch gesungenen Texten.
Reinhören lohnt also.

Zu Spotify wie immer über Klick ausfs Bild 😎

Das neue Vierzig?

„Sechzig ist das neue Vierzig“

Auch so ein Slogan, der in der letzten Zeit des öfteren mal zu lesen war.
Und endlich kann ich mir selbst ein Urteil erlauben, ob der wirklich stimmt.

Wobei ich selbstkritisch vermerken muss, dass ich mich trotz meiner altersbedingten Zipperlein und diverser Ersatzteile – die mir das Leben erleichtern – nicht so fühle wie Menschen, die ich als Sechzigjährige vor Augen habe aus meiner Kindheit,   meiner Jugend oder meinem Leben als Zwanzig- oder Dreissigjähriger…
Die kamen mir nämlich damals wahnsinnig alt vor, nicht nur vom körperlichen Aspekt, sondern auch in ihrem ganzen Habitus – der Rente näher als der Lehre, altmodisch sowohl in der Kleidung als auch ihren Ansichten.
Gut, auch meine Rente ist jetzt in greifbarer Nähe, vielleicht sogar schneller, als ich damit gerechnet habe.
Aber so alt fühle ich mich deswegen trotzdem nicht.

Dennoch bin ich heute ein anderer, als ich mit Vierzig oder Fünfzig war. Und das nicht nur, weil sich die Umstände meines Lebens seither geändert haben.
Der Unterschied, so wie ich ihn selbst bemerke, liegt vor allem in den Erfahrungen, die ich in der Zwischenzeit gemacht und in der Gelassenheit, die ich dadurch gewonnen habe.

Immer öfter kommt mir der Gedanke, das mein Leben gut ist, so wie es ist.
Mit meiner Liebsten, den Fellnasen und in der kleinen Welt, in der ich lebe und mich regelmässig bewege.
Also kein „Sturm und Drang“ mehr, kein Wunsch mit dem Kopf durch die Wand zu laufen, um an Ziele zu gelangen, die sich bei näherer Betrachtung dann doch nicht als lohnenswert erweisen.
Ich muss auch nicht mehr jeder Mode und jedem Trend hinterher laufen, weil ich zufriedener geworden bin ist dem, was ist und mit dem, was ich habe.
Und das ist gut so!

Wenn das „alt“ ist, dann bin ich gerne „alt“.
Denn das ist eine Qualität des Lebens, die mir mit Vierzig oder Fünfzig noch völlig abgegangen ist und auf die ich ungerne verzichten würde.
Dafür nehme ich Zipperlein und Ersatzteile gerne in Kauf – falls die der Preis dafür sind. Ein billiger Preis im Übrigen, wie ich finde….

Was nun nicht heisst, dass ich keine Ziele oder Wünsche mehr habe.
Im Gegenteil, die gibt es durchaus, wenn auch weniger materieller Natur und etwas realistischer als früher.

Bis auf ein Ziel vielleicht, das noch weit in der Zukunft liegt:
Alt zu werden zusammen mit meiner Liebsten – so alt, dass wir irgendwann zusammen  so glücklich an der Elbe sitzend die Abendsonne geniessen können wie dieses Paar:
Und vielleicht auch noch so alt, das wir zusammen die goldene Hochzeit feiern werden….

Nur Eins weise ich weit von mir:

Altmodisch fühle ich mich nicht, selbst wenn meine Kleidung sicher nicht mehr dem neusten Trend entspricht und sich in meinen Ansichten manches finden lässt, das man als „Produkt meiner Erziehung“(oder meiner Erfahrungen?) bezeichnen könnte. Das mag aus Sicht einer jüngeren Generation zwar reichlich „Retro“ (Danke meiner Geliebten für  dieses Stichwort) sein, aber warum sollte ich daran etwas ändern, wenn es sich als gut und richtig für mich erweisen hat?

Aber gut.
Wie  war nochmal die These aus dem ersten Satz?

„…..Das neue Vierzig?“

Nein, das kann ich wohl nicht unterschreiben. Dieser Satz drückt mir einfach zu viel Unzufriedenheit aus. Warum sollte ich etwas hinterherlaufen, was meine Vergangenheit ist?
Ich würde wirklich nicht nochmal Vierzig sein wollen angesichts dessen, was ich seither gelernt und an Erfahrungen gesammelt habe. Da war zwar auch viel schönes dabei, aber manche Dinge aus dieser Zeit muss ich einfach nicht nochmal haben.

Deshalb lautet mein Fazit auch eher so:

„Ich  bin Sechzig und das ist gut so!“

In diesem Sinne also:

Rauchzeichen

Viel zu erzählen hatten sich die beiden Herren  – und natürlich wurde auch gleich ein Pfeiffchen zusammen gepafft, als Ludwig (rechts) endlich angekommen war, sehnlich erwartet von Frieder, seinem älteren Bruder: Das wurde aber auch Zeit, denn schliesslich ist es kein Leben für einen ehrbaren Räuchermann, buchstäblich wochenlang in einem dunklen Karton eingesperrt durch die Gegend geschaukelt zu werden, weil der Götterbote auf den letzte Metern kaputte Flügelschlappen hat.

Zwei Wochen hat die Reise nun gedauert und am Ende war auch noch der Laternenarm ab 🙁

Aber gut, dass ich Holzkleber im Haus hatte, so war die fällige Notoperation schnell durchgeführt, bevor ich die Herren einander vorstellen konnte. Danach schmeckten die Pfeiffchen offensichtlich um so besser  – und allgemeine Zufriedenheit  (und weihnachtliche Wohlgerüche) machten sich breit: Der Ärger über Hermes war jedenfalls schnell verflogen.

Trotzdem wäre es wohl besser gewesen, wenn Ludwig, statt mit dem blauen Logistiker zu reisen lieber die gelbrote Konkurenz genommen hätte. Denn im Gegensatz zu Hermes läuft DHL gerade zu einer erstaunlichen Hochform auf. So brauchte in Paket aus der hintersten Ecke des Erzgebirges nicht mal 24 Stunden, während Ludwig, aus der Gegend um Frankfurt kommend, mehr als die zehnfache Zeit unterwegs war.

Woran man übrigens sieht, dass Frieder der Ältere ist?

Nun, dass ist ziemlich einfach: Frieder stammt ja noch aus seeligen DDR-Zeiten und ist um Einiges liebevoller gefertigt:
Man achte nur mal auf die gedrechselten Beine, die Holzmaserung, die bemalte Pfeife, auf seine Grösse und die  Proportionen. Ludwig dagegen ist fast einen Zentimeter kleiner, deutlich schlanker, schlechter lackiert  und auch sonst weniger aufwändig gestaltet. Dem merkt man den Rotstift der freien Marktwirtschaft doch deutlich an, die nach der Wende auch im Erzgebirge eingezogen ist.
Gegen Frieder wirkt er fast ein wenig ärmlich, der Arme:Aber was solls?
Hauptsache, die beiden Kerlchen verstehen sich gut – und das scheint ja der Fall zu sein, auch wenn der eine jetzt im Wohnzimmer rauchen muss, während der andere hier an meinem Schreibtisch wohnt …

Dann packe ich eben wieder aus :-(

Heute dauerte es ziemlich lange, bis der erwartete Anruf aus dem Krankenhaus kam.

Leider nicht mit dem Ergebnis, dass ich mir erhofft  – und erwartet hatte.
Denn der Arzt teilte mir mit, dass es wohl keine Chance auf die Infusionstherapie gibt, weil die von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt wird. Jedenfalls nicht , wenn noch etwas Lauffähigkeit  vorhanden ist – wie bei mir.
Auch eine gezielte Nachfrage bei meiner Krankenkasse habe wohl nur ergeben, dass die keine Ausnahme machen würden.

Das ist schade, aber  nun mal nicht zu ändern.

Dann bleibt jetzt nur noch der konventionelle Weg mit Laufübungen unter Schmerztherapie.
Und meinen – schon seit letzter Woche – gepackten Rucksack kann ich auch wieder auspacken.

Bleibt der Trost, dass ich jetzt wenigstens in meinem eigenen Bett schlafen kann….

So war das gedacht :-)

Bastelstunde beendet und die letzten Schrauben fest gedreht – und nebenher noch die Seitenleiste umgebaut: So bleibt das jetzt 🙂
Und nebenher hab ich auch gleich noch ein Plätzchen gefunden, wo ich gelegentlich mal Zitate platzieren kann, die mir vor die Füsse fallen…
Den Anfang macht ein Klassiker, der demnächst wohl mal wieder auf meine Leseliste kommt:
Zeit genug habe ich jetzt ja…..

Was zu erwarten war:

Nach der Ultraschall-Untersuchung in der letzten Woche war ja gestern der Termin für das CT, mit dem meinen Beinproblemen noch tiefer auf den Grund gegangen werden sollte.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
Gravierend neue Erkenntnisse hat die Untersuchung auch nicht gebracht, aber  doch die Sicherheit, dass da jetzt nicht noch mehr ist als ein verstopfter Bypass im Knie.
Alles oberhalb der Kniee ist quasi ohne Befund, denn bis auf ein paar Kalkablagerungen findet sich nichts weiter aufregendes in meinen Arterien.

Sehr beruhigend also!
Denn mit der Erkenntnis kann ich leben.
Zwar ist es  gerade nicht so furchtbar prickelnd, dass ich lauftechnisch so eingeschränkt bin, aber zumindest weiss ich jetzt genauer, wie die Geschichte weiter gehen wird:

Wahrscheinlich nächste Woche gehts ins Krankenhaus für eine Serie Prostaglandin-Infusionen zur Gefässerweiterung und dann heisst es laufen, laufen, laufen, um die Kollateralarterien für ihre neuen  Aufgaben zu trainieren – nämlich das Blut an Unterschenkel und Fuss zu liefern, das durch den verstopften Bypass da nicht mehr hin gelangt.
Und zuhause geht es mit dem Laufenüben natürlich weiter, damit ich günstigstenfalls das gleiche Ergebnis erreiche, das diese Therapie auch auf der rechten Seite schon gebracht hat.

Damit könnte ich dann sogar wieder arbeiten, wenn meine regelmässige Laufstrecke wieder bei 400-500 Metern ohne Schmerzen liegt.
Ein Ziel, das durchaus realistisch ist und wohl lediglich eine Frage der Zeit und meiner Motivation, den Hintern vom Sofa zu kriegen.Im Übrigen versuche ich auch jetzt schon, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu laufen, damit ich den Prozess schon mal anstosse.
Mit entsprechend Schmerzmitteln geht das.

Die Alternative, nämlich einen neuen Bypass zu legen, hat sich gestern quasi von selbst erledigt, als sich herausgestellt hat, dass damit nur einer der drei Arterienäste im Unterschenkel versorgt werden könnte und so das Risiko grösserer Schäden deutlich steigt, falls dieser dann auch wieder zu gehen sollte – von den OP-Riskien mal ganz abgesehen.

Das muss ich beides nicht haben.

Tapetenwechsel

Wie angedroht musste Frieder wieder weichen – wenn er auch demnächst nochmal Thema werden wird.
Denn Weihnachtszeit heisst ja auch, dass dieser Blog entsprechend tapeziert wird  – was dieses Mal  auch bedeutet hat, dass ein anderes Basis-Theme (Ubik) her musste, denn mit dem alten (Toujours) liess sich das nicht so realisieren, wie ich es  das vorgestellt hatte: Noch nicht ganz fertig, denn an ein paar Schrauben muss ich noch drehen, aber schon mal präsentabel und darf deshalb bleiben bis zum 6.Januar 🙂

Kommunikationsproblemlösungsversuch

Meine Schlaflosigkeit kann auch teuer werden.
Nicht nur, weil zusätzlich Licht brennt und mein Computer läuft, sondern auch, weil unsere Fellnasen dann meinen, es ist Frühstückszeit. Was ja eigentlich nicht schimm wäre, wenn ich mich dann nicht nochmal wieder ins Bett legen würde.
In dem Fall nämlich ergaunern sie – unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – bei der Liebsten gleich nochmal eine Füllung der Näpfe, wenn diese ein, zwei Stunden später aufsteht, während mindestens die Hälfte der von mir verabreichten Ration friedlich vor sich hin trocknet und später in den Müll wandert…. wie auch die Reste der zweiten Ration, die natürlich auch nicht aufgefressen wird.

Zu deutsch:
Unser Katzenfutterverbrauch ist drastisch angestiegen seit ich zuhause bin.
Also stellt sich die Frage, wie daran etwas geändert werden könnte – und wie meine Liebste und ich die Kommunikation diesbezüglich verbessern können – zumal ich  ja nicht unbedingt auch gleich wach bin, wenn sie aufsteht.

Dabei wäre eine Nachricht im Messenger sicher eine Lösung, das Hinlegen eines Zettels eine andere.
Der allerdings könnte im morgendlich Trubel auch leicht weg geweht werden.Ein entsprechendes Wandtattoo ginge wohl auch, wenn auch etwas überkandidelt  und möglicherweise zur Folge habend, dass die lieben Kleinen gar nichts mehr bekommen.
Das scheidet also aus.

Bleibt aber noch diese Bastel-Variante:Das Tattoo einfach ausgedruckt, in einen Bilderrahmen gepackt und auf die Küchenarbeitsplatte platziert. Das kann ich dann einfach aufstellen, wenn ich die Näpfe schon gefüllt habe… Und doppelte Rationen sind Geschichte!

Also, Problem erkannt – Problem gebannt  😎

„Heute Vormittag bin ich …

„… über die abgeernteten Felder zur Kirche von Klabow gelaufen, die Hotelbesitzer haben den alten Holzengel mit dem pausbäckigen Gesicht restaurieren lassen, und ich wollte ihn mir ansehen. Emma hat immer behauptet, so wie der Engel hätten ihre Kinder ausgesehen, als sie klein waren. Der abblätternde Goldanstrich ist entfernt worden, die Holzfigur hat ihre Bemalung mit Pflanzenfarben zurückbekommen. Die Wurmlöcher hat der Restaurator versiegelt, nun sieht der Engel aus, wie er vor zweihundert Jahren ausgesehen haben mag, dick und rotbäckig, vergnügt auf den ersten Blick, aber dann sieht man die aufgerissenen Augen, den wie zum Schrei geöffneten kleinen Mund und fragt sich: Was hat der Engel gesehen? Was ist ihm geschehen?“

Dieses Buch liegt schon länger auf meinem „Lesestapel“, und nun ist wohl die Zeit, damit  zu beginnen, zumal es recht gut in den Kontext der Geschichten passt, die ich zuletzt gelesen habe:

Machandel,

der Erstlingsroman von Regina Scheer, ebenfalls im ländlichen Umfeld spielend, wenn auch diesmal im Mecklenburg zu Zeiten der DDR.
Der Klappentext ist schon mal viel versprechend und so bin ich gespannt, wie sich dieses Buch lesen wird:

„Regina Scheer spannt in ihrem beeindruckenden Roman den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Sie erzählt von den Anfängen der DDR, als die von Faschismus und Stalinismus geschwächten linken Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollten, von Erstarrung und Enttäuschung, von dem hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und von zerplatzten Lebensträumen.“

Ich werde berichten….


Mein Fazit:

Ein absolut lesenswertes Buch, spannend bis zum Ende.
Und sicher ein Anlass, auch das nächste Buch der Autorin zu lesen, das im März nächsten Jahres erscheint.

Gedreht und gewendet

Der Blick aus dem Küchenfenster lässt eigentlich nur eine Feststellung zu: Es ist Badewannenwetter!

Womit wir mal wieder bei einem Problem sind, an dem sich auch in sechs Jahren nichts geändert hat:Ich bin zu lang – oder die Wanne zu kurz!
Egal, wie man es auch dreht und wendet – so passt das nicht.
Entweder die Beine liegen im Warmen, dann sind die Schultern und Oberarme kalt – oder es ist umgekehrt und die Knie frieren.
So kann es einfach nichts werden mit dem Badevergnügen…

Schade, es hätte mir so gut gefallen, mal eine Runde im warmen Wasser zu liegen.
Bleibt also wieder nur die Dusche, um mich aufzuwärmen..