Sicher ist sicher!

Vorsicht ist de Mutter nicht nur der Porzellankiste, sondern auch unseres weihnachtlichen Zimmerschmuckes, den ich heute gekauft und inzwischen auch an die ihm zugedachte Stelle im Wohnzimmer gestellt habe.

Vorher waren allerdings noch einige kleinere Umbaumassnahmen nötig, damit auch Platz ist an dem Platz –  leicht behindert durch die fernschriftlichen Einwürfe einen gewissen Dame, die unbedingt vorab schon mal Fotos sehen wollte.
Aber dem Wunsch bin ich trotzdem gerne nachgekommen, denn schliesslich bin ich mit der Dame ja verheiratet und sie soll natürlich auch wissen, wer da jetzt vorübergehend bei uns einzieht.
Also hab ich nach dem Eintopfen die Tanne zwischendurch mal schnell geknipst und ihr dieses Bild geschickt-noch auf ihrem provisorischen Standort auf dem Balkon – um anschliessend meine Umräumaktion fortzusetzen.

Nicht ganz fair allerdings die  – möglicherweise etwas vorschnelle – Antwort meiner Liebsten, die meinte, ich würde mich wohl nicht trauen – der Katzen wegen:

„Feigling !“

Zwar traue ich den Fellnasen in Bezug auf Tannenwälder im Wohnzimmer wirklich nicht – in solchen Dingen ist meine Liebste weitaus risikofreudiger als ich, genau wie im mit den echten Kerzen am Baum – aber schliesslich habe ich ja mit entschieden, dass wir dieses Jahr den Versuch wagen wollen….. und so was lasse ich mir auch nicht nachsagen!
Also hab ich jetzt nach vollzogenem Umbau ganz mutig  das nackte Bäumchen ins Wohnzimmer gestellt und Posten auf dem Sofa bezogen, um mögliche Unglücke gleich vorab zu verhindern.

Sicher ist schliesslich sicher!

„In unserer Verwandtschaft …“

„… machen sich Verfallserscheinungen bemerkbar, die man eine Zeitlang stillschweigend zu übergehen sich bemühte, deren Gefahr ins Auge zu blicken man nun aber entschlossen ist. Noch wage ich nicht, das Wort Zusammenbruch anzuwenden, aber die beunruhigenden Tatsachen häufen sich derart, daß sie eine Gefahr bedeuten und mich zwingen, von Dingen zu berichten, die den Ohren der Zeitgenossen zwar befremdlich klingen werden, deren Realität aber niemand bestreiten kann.“

War es im letzten Jahr Erich Kästner, der mich um Weihnachten herum begleitet hat, so wird es dieses Jahr wohl Heinrich Böll sein, den es wieder zu entdecken gilt. Einiges von ihm hab ich ja zu Schulzeiten schon mal gelesen, aber danach lange nicht mehr in der Hand gehabt – was ein guter Grund ist, sich noch mal mit ein paar ausgewählten Werken dieses Schriftstellers zu beschäftigen.

Und was passt da besser, als – der Jahreszeit angemessen  – zum Einstieg eine kurze Erzählung zu wählen, die wohl mit zu seinen bekanntesten satririschen Geschichten zählt:

Nicht nur zu  Weihnachtszeit,

eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art.

Der Klappentext:

„Mit „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ nimmt Heinrich Böll die restaurativen Tendenzen im Nachkriegsdeutschland satirisch aufs Korn. Im Mittelpunkt steht Tante Milla, Ehefrau des Onkels des Erzählers, die das Weihnachtsfest im ersten Nachkriegsjahr endlich wieder so feiern möchte wie vor dem Krieg. Leider verfällt sie daraufhin in den Wahn, fortan sei jeden Tag pünktlich um 18.30 Uhr Heiligabend, und hält daran über zwei Jahre fest.“

Witzig allemal, werde ich dieses Büchlein mit seinen gerade mal 88 Druckseiten wohl in kurzer Zeit durchgelesen haben, was aber auch nicht schlimm ist – kann ich mich doch so gleich wieder ganz gut an Böll’s Schreibstil gewöhnen….

Jetzt also!

Wie schrieb die Liebste vorhin:

„Vielleicht machen wir uns nachher noch auf, um nach einem Weihnachtsbaum zu gucken…. aber die Frage ist immer noch nicht entschieden 🙂“

Aber jetzt:

Allen Bedenken  und Schreckensbildern von Katzen in Christbaumspitzen, gefällten  Tannen und brennenden Fellnasenschwänzen zum Trotz scheint die Entscheidung nun gefallen!

Soeben hat  die Liebste unsere verbliebenen Kerzenhalter  und Christbaumkugeln zusammen gesucht, nachdem ich auf dem Weg zur Packstation bei unserem lokalen Weihnachtsgrünhändler einige zierliche und wirklich ansprechende Exemplare der Gattung Abies procera gesehen habe, nicht zu gross und nicht zu breit, so dass sie sogar in unser Wohnzimmerchen passen würden.

Also werden wir wohl dieses Jahr nach dem Motto „Versuch macht klug“, das erste mal seit Jahren wieder einen geschmückten Weihnachtsbaum haben und es bleibt abzuwarten, ob und wie lange der unbehelligt stehen bleibt, ohne als Katzenturngerät missbraucht zu werden. Zur Not muss er dann umziehen auf den Balkon, wenn der Stress zu gross wird.

Nicht für die Katzen, sondern für mich.

Also drückt uns die Daumen, dass der neue Mitbewohner vielleicht doch aushält bis „Knut

Hach

Was war das doch früher schön, als in der Weihnachtszeit der einzige Schmuck in Nachbars Garten aus einer Lichterkette bestand, die liebevoll um den verschneiten Tannenbaum im Vorgarten drapiert war . Dazu noch  – wie bei unseren Nachbarn – der Schwibbogen  im Wohnzimmerfenster und eine leise flackernde Kerze in jedem Fenster, das zur Strasse raus ging. Stimmungsvoll und Gemütlichkeit ausstrahlend war das damals bei uns auf dem Dorf schon einen Sensation.

Aber damit würde man heute wohl keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor locken. Aufrüstung – um nicht zu sagen: Wettrüstung – ist angesagt, wie schon vor Jahren in einer wunderbaren Folge der Stenkelfeld-Radio-Comedy karrikiert.
Bis zum Overkill der zusammenbrechenden Stromversorgung.

Klar, dass das Geblinke und die weihnachtliche Lichterketten-Orgie  vor dem eigenen Schlafzimmerfenster nicht allen gefällt – mir ja auch nicht.
Trotzdem würde ich wohl nicht zu derart radikalen Mitteln greifen wie in folgendem Video dokumentiert:

Aber meinen Respekt hat die alte Dame, die – Zivilcourage zeigend – ein Zeichen gegen den Weihnachts-Geblinke-Wahnsinn setzt.
Schade eigentlich nur, dass keiner ihr noch eine Leiter zur Verfügung gestellt hat.
Trotzdem, der gute Wille zählt – auch in der Weihnachtszeit 🙂

In diesem Sinne:

Euch allen ein schönes und geblinkefreies drittes Advents-Wochenende 🙂

Selbstmotivation und Beschäftigungstherapie

Nachdem nun gestern auch die wesentlichen Punkte in Bezug auf meinen Job geklärt worden sind (sobald es geht: Wiedereinstieg über eine Wiedereingliederungsmassnahme, während der dann auch die weiteren Rahmenbedingungen fest gelegt werden), kommt nun die Phase meiner Beingeschichten, die sich erfahrungsgemäss als die am wenigsten einfache erwiesen hat:
Irgendwie muss ich es hin bekommen, regelmässig zu trainieren, damit meine schmerzfreie Gehstrecke grösser wird als die 150 Meter, die immer noch Stand der Dinge sind.

Dabei hat es sich ja auch beim letzten Mal schon als wenig motivierend erwiesen, immer nur im Kreis – und quasi ziellos – um den Block herum zu laufen, im Gegenteil war das eher frustrierend.
Einfacher ging es immer, wenn ich ein konkretes Ziel hatte oder eine nicht alltägliche Umgebung – wie damals in Leipzig, wo ich wirklich viel zu Fuss unterwegs war.
Aber Leipzig und die anderen Orte von Frau Momos Welttournee sind ja zum Glück  nun Geschichte, und so muss eine andere Lösung her:

Dabei bietet es sich  an, dass ich das Notwendige mit dem Nützlichen verbinde und zum Beispiel alle Einkäufe übernehme, die jetzt vor Weihnachten noch anfallen – soweit möglich zu Fuss, wenn ich die Sachen hier auf der Insel bekomme und die Einkäufe nicht all zu schwer sind, sonst halt mit dem Auto und dabei trotzdem bis an die Schmerzgrenze gehen.
Auch zum Doktor werde ich nachher laufen und damit mein heutiges Training absolvieren.

Ein weiteres Trainigsfeld findet sich hier in Haushalt, soweit ich dabei stehen muss.
Beispielweise beim Kochen, Betten machen, Wäsche aufhängen usw. – was auch ein Grund für meine aktuellen Küchenaktivitäten ist und gleichzeitig noch Spass macht. Wie gestern, als ich mal wieder ein altes Rezept aus unserem Küchenstudio „aufgewärmt“ habe:

Chili con Carne

Dafür hab ich nach meiner Rückkehr vom Gespräch in der Firma noch eingekauft und anschliessend eine gute Zeit in der Küche gestanden. Mit wirklich leckerem Ergebnis, dass nun gleich wieder für zwei Tage reicht. 🙂

Trotzdem wird das alles wohl noch nicht reichen.
Ich werde also überlegen müssen, wo sich noch Trainigsfelder finden, die ein „lohnendes“ Ziel bieten und genug Motivation um mit dem Hintern aus dem Sessel zu kommen.
Zum Glück habe ich ja dieses Mal ein Auto zur Verfügung, so dass ich bei der Auswahl meiner Ziele nicht nur auf unsere Insel beschränkt bin, sondern auch andere Orte ansteuern kann, die mir dann als Trainingsbasis dienen können…..

Rauchzeichen

Viel zu erzählen hatten sich die beiden Herren  – und natürlich wurde auch gleich ein Pfeiffchen zusammen gepafft, als Ludwig (rechts) endlich angekommen war, sehnlich erwartet von Frieder, seinem älteren Bruder: Das wurde aber auch Zeit, denn schliesslich ist es kein Leben für einen ehrbaren Räuchermann, buchstäblich wochenlang in einem dunklen Karton eingesperrt durch die Gegend geschaukelt zu werden, weil der Götterbote auf den letzte Metern kaputte Flügelschlappen hat.

Zwei Wochen hat die Reise nun gedauert und am Ende war auch noch der Laternenarm ab 🙁

Aber gut, dass ich Holzkleber im Haus hatte, so war die fällige Notoperation schnell durchgeführt, bevor ich die Herren einander vorstellen konnte. Danach schmeckten die Pfeiffchen offensichtlich um so besser  – und allgemeine Zufriedenheit  (und weihnachtliche Wohlgerüche) machten sich breit: Der Ärger über Hermes war jedenfalls schnell verflogen.

Trotzdem wäre es wohl besser gewesen, wenn Ludwig, statt mit dem blauen Logistiker zu reisen lieber die gelbrote Konkurenz genommen hätte. Denn im Gegensatz zu Hermes läuft DHL gerade zu einer erstaunlichen Hochform auf. So brauchte in Paket aus der hintersten Ecke des Erzgebirges nicht mal 24 Stunden, während Ludwig, aus der Gegend um Frankfurt kommend, mehr als die zehnfache Zeit unterwegs war.

Woran man übrigens sieht, dass Frieder der Ältere ist?

Nun, dass ist ziemlich einfach: Frieder stammt ja noch aus seeligen DDR-Zeiten und ist um Einiges liebevoller gefertigt:
Man achte nur mal auf die gedrechselten Beine, die Holzmaserung, die bemalte Pfeife, auf seine Grösse und die  Proportionen. Ludwig dagegen ist fast einen Zentimeter kleiner, deutlich schlanker, schlechter lackiert  und auch sonst weniger aufwändig gestaltet. Dem merkt man den Rotstift der freien Marktwirtschaft doch deutlich an, die nach der Wende auch im Erzgebirge eingezogen ist.
Gegen Frieder wirkt er fast ein wenig ärmlich, der Arme:Aber was solls?
Hauptsache, die beiden Kerlchen verstehen sich gut – und das scheint ja der Fall zu sein, auch wenn der eine jetzt im Wohnzimmer rauchen muss, während der andere hier an meinem Schreibtisch wohnt …

Tapetenwechsel

Wie angedroht musste Frieder wieder weichen – wenn er auch demnächst nochmal Thema werden wird.
Denn Weihnachtszeit heisst ja auch, dass dieser Blog entsprechend tapeziert wird  – was dieses Mal  auch bedeutet hat, dass ein anderes Basis-Theme (Ubik) her musste, denn mit dem alten (Toujours) liess sich das nicht so realisieren, wie ich es  das vorgestellt hatte: Noch nicht ganz fertig, denn an ein paar Schrauben muss ich noch drehen, aber schon mal präsentabel und darf deshalb bleiben bis zum 6.Januar 🙂

Flügellahm

Nicht nur ich hab „Beine“ – nein, auch der „Götterbote“ Hermes hat momentan wohl etwas Probleme mit den Flügelsandalen.Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären, warum sein Abgesandter nicht in der Lage ist, mir endlich das Paket zu bringen, dass schon seit beinahe einer Woche jeden Morgen aus dem Zustelldepot ins Auto geladen  und abends wieder ins Lager gepackt wird: Auch mein Angebot, das Paket selbst aus einem Shop abzuholen, damit dem Sandalenträger die Treppe erspart bleibt fruchtet da nicht.
Was um so erstaunlicher ist, als dass die Liebste im selben Zeitraum auch ein Paket erwartete, welches – mit dem gleichenLogistiker unterwegs – inzwischen anstandlos zugestellt wurde. Zum selben Paketshop – und innerhalb Hamburgs drei Tage unterwegs – aber immerhin ist es angekommen und beweist, dass der Götterbote trotz kaputter Flügellatschen durchaus noch in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen.
Wenn auch noch langsamer als ich….

Schade.
denn bisher hatten wir immer den Eindruck, dass die „Blauen“ doch noch um einiges zuverlässiger sind als die „Gelb-Roten“ von der Konkurrenz.

Schade auch, weil damit der Frieder-Bruder Ludwig den ersten Advent in einem dunklen Karton im kalten Lager zubringen muss, statt gemütlich mit seinem Geschwisterkind  zusammen ein Pfeifchen zu rauchen  und dabei Wohlgerüche in unserem Wohnzimmer zu verbreiten.
Kein schöner  erster Advent also für Ludwig…..

Aber was hilft es zu lamentieren?
Da bleibt nur, sich in Geduld zu fassen und abzuwarten – für Ludwig – und für uns.
Irgendwann wird es schon klappen mit der Zustellung und dann wird der zweite Advent um so schöner – hoffentlich 🙂

Bis dahin wünsche ich allen Vorbeilesenden einen wunderbaren ersten Advents-Sonntag!
Und Ludwig das baldiges Ende seiner Gefangenschaft im Karton….

Wintereinbruch

Der Winter ist da!
Zumindest in einem Treppenhaus in Winterhude, wo seit Tagen dieses Gefährt einsatzbereit vor einer Wohnungstür steht: Schliesslich muss man ja auch Anfang September schon  für alle Eventualitäten vorbereitet sein.
Auch, wenn draussen noch beinahe sommerliche 23 Grad herrschen und von einer geschlossenen Schneedecke nichts zu sehen ist.
Was allerdings noch fehlt, sind die ersten Dominosteine und Lebkuchenherzen in den Geschäften.
Die lassen dieses Jahr wirklich auf sich warten.

Krawumm

Alle Jahre wieder das gleiche Spiel:

Der Jahreswechsel wird begrüsst mit reichlich Alkohol, Feuerwerk und Unfug, bis der Arzt kommen muss. Im Ergebnis sieht das dann zum Beispiel so aus, wie ich gestern im Treppenhaus einer Kundin bewundern konnte:Ein Polenböller im Briefkasten hat da wohl einen Schaden von ein paar Tausend Euro angerichtet, weil nun die komplette Briefkastenanlage ausgetauscht werden muss und sowohl Fassade als auch die gegenüberliegende Wand – durch die rausgesprengte Briefkastenklappe – in Mitleidenschaft gezogen worden sind.
Dagegen sind die Rauchspuren der ausgebrannten Mülltonnen und die Müllberge vor dem gleichen Haus noch eher Pillepalle.

Da kommt also einiges zusammen: Grober Unfug, Sachbeschädigung und Brandstiftung ist das mindestens.

Aber das ist ja noch lange nicht alles an Auswirkungen, die solche ausgelassenen Silvesterfeierlichkeiten haben.
Von der erhöhten Feinstaubbelastung wurde ja anderweitig schon berichtet, und die war auch am frühen Neujahrsmorgen noch deutlich wahrnehmbar.

Dazu kommen dann noch Phänomene, die nicht so durch die Presse gehen wie beispielweise die Auswirkungen auf Tiere:

Denn in unserer Mitte leben ja auch immer noch Menschen, die den Krieg und Bombennächte erlebt haben, und die jedes Jahr aufs neue regelrecht panisch auf die Silvesterknallerei reagieren.
Insbesondere  Menschen mit Demenz sind sehr anfällig dafür, wie ich gerade vorgestern wieder erleben musste.
Da war mir nämlich eine Kundin abhanden gekommen,  die –  aufgeschreckt durch das Geknalle –  sich wohl mitten in der Nacht mit Rollator in Schlappen und Bademantel auf den Weg gemacht hatte, um bei einer Verwandten Sicherheit zu suchen.
Als ich  morgens um sechs bei ihr ankam, stand jedenfalls die Haustür auf und sie war weg.
Zum Glück ist dabei nichts Schlimmeres passiert, denn ein Taxifahrer hat sie aufgegriffen und ins nächste Krankenhaus gebracht, wie sich Stunden später heraus stellte – nachdem wir die Polizei eingeschaltet hatten, da von den Angehörigen niemand erreichbar war.
Und da ist sie nun immer noch, völlig verwirrt und kaum in der Lage, irgendwelche Angaben zu machen…..

Ähnliches habe ich auch schon früher erlebt, als ich noch auf einer gerontopsychiatrischen Station als Dauernachtwache gearbeitet habe. Auch da waren die Jahreswechsel immer eine Katastrophe, und es gab alle Hände voll zu tun, um die verwirrten Menschen zu beruhigen und aus den unmöglichsten Verstecken heraus zu holen, in die sie in ihrer Panik geflüchtet waren. Einen alten Herrn beispielweise habe ich in solch einen Nacht eingeklemmt unter seinem Krankenhausbett gefunden, weil er sich das  zum Schutz vor  dem „Bombenhagel“ verkrochen hatte – und bei älteren Frauen kamen bei der Gelegenheit oft die Erinnerungen an ihre Flucht vor den Russen und die damit verbundenen Ängste wieder hoch…..

Und alles nur, weil es ja so lustig ist, zum Jahreswechsel Millionen in die Luft zu pulvern…..

Nicht, dass ich prinzipiell was gegen Feuerwerke hätte –  jedenfalls nicht, solange sie von Profis gemacht sind –  aber ich denke, über die aktuelle Praxis mit dem alljährlich wiederkehrenden Problemen sollte wirklich nochmal nachgedacht werden.

In anderen Ländern geht das ja auch, Jahreswechsel ohne Knallerei.