Rauchzeichen

Viel zu erzählen hatten sich die beiden Herren  – und natürlich wurde auch gleich ein Pfeiffchen zusammen gepafft, als Ludwig (rechts) endlich angekommen war, sehnlich erwartet von Frieder, seinem älteren Bruder: Das wurde aber auch Zeit, denn schliesslich ist es kein Leben für einen ehrbaren Räuchermann, buchstäblich wochenlang in einem dunklen Karton eingesperrt durch die Gegend geschaukelt zu werden, weil der Götterbote auf den letzte Metern kaputte Flügelschlappen hat.

Zwei Wochen hat die Reise nun gedauert und am Ende war auch noch der Laternenarm ab 🙁

Aber gut, dass ich Holzkleber im Haus hatte, so war die fällige Notoperation schnell durchgeführt, bevor ich die Herren einander vorstellen konnte. Danach schmeckten die Pfeiffchen offensichtlich um so besser  – und allgemeine Zufriedenheit  (und weihnachtliche Wohlgerüche) machten sich breit: Der Ärger über Hermes war jedenfalls schnell verflogen.

Trotzdem wäre es wohl besser gewesen, wenn Ludwig, statt mit dem blauen Logistiker zu reisen lieber die gelbrote Konkurenz genommen hätte. Denn im Gegensatz zu Hermes läuft DHL gerade zu einer erstaunlichen Hochform auf. So brauchte in Paket aus der hintersten Ecke des Erzgebirges nicht mal 24 Stunden, während Ludwig, aus der Gegend um Frankfurt kommend, mehr als die zehnfache Zeit unterwegs war.

Woran man übrigens sieht, dass Frieder der Ältere ist?

Nun, dass ist ziemlich einfach: Frieder stammt ja noch aus seeligen DDR-Zeiten und ist um Einiges liebevoller gefertigt:
Man achte nur mal auf die gedrechselten Beine, die Holzmaserung, die bemalte Pfeife, auf seine Grösse und die  Proportionen. Ludwig dagegen ist fast einen Zentimeter kleiner, deutlich schlanker, schlechter lackiert  und auch sonst weniger aufwändig gestaltet. Dem merkt man den Rotstift der freien Marktwirtschaft doch deutlich an, die nach der Wende auch im Erzgebirge eingezogen ist.
Gegen Frieder wirkt er fast ein wenig ärmlich, der Arme:Aber was solls?
Hauptsache, die beiden Kerlchen verstehen sich gut – und das scheint ja der Fall zu sein, auch wenn der eine jetzt im Wohnzimmer rauchen muss, während der andere hier an meinem Schreibtisch wohnt …

Flügellahm

Nicht nur ich hab „Beine“ – nein, auch der „Götterbote“ Hermes hat momentan wohl etwas Probleme mit den Flügelsandalen.Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären, warum sein Abgesandter nicht in der Lage ist, mir endlich das Paket zu bringen, dass schon seit beinahe einer Woche jeden Morgen aus dem Zustelldepot ins Auto geladen  und abends wieder ins Lager gepackt wird: Auch mein Angebot, das Paket selbst aus einem Shop abzuholen, damit dem Sandalenträger die Treppe erspart bleibt fruchtet da nicht.
Was um so erstaunlicher ist, als dass die Liebste im selben Zeitraum auch ein Paket erwartete, welches – mit dem gleichenLogistiker unterwegs – inzwischen anstandlos zugestellt wurde. Zum selben Paketshop – und innerhalb Hamburgs drei Tage unterwegs – aber immerhin ist es angekommen und beweist, dass der Götterbote trotz kaputter Flügellatschen durchaus noch in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen.
Wenn auch noch langsamer als ich….

Schade.
denn bisher hatten wir immer den Eindruck, dass die „Blauen“ doch noch um einiges zuverlässiger sind als die „Gelb-Roten“ von der Konkurrenz.

Schade auch, weil damit der Frieder-Bruder Ludwig den ersten Advent in einem dunklen Karton im kalten Lager zubringen muss, statt gemütlich mit seinem Geschwisterkind  zusammen ein Pfeifchen zu rauchen  und dabei Wohlgerüche in unserem Wohnzimmer zu verbreiten.
Kein schöner  erster Advent also für Ludwig…..

Aber was hilft es zu lamentieren?
Da bleibt nur, sich in Geduld zu fassen und abzuwarten – für Ludwig – und für uns.
Irgendwann wird es schon klappen mit der Zustellung und dann wird der zweite Advent um so schöner – hoffentlich 🙂

Bis dahin wünsche ich allen Vorbeilesenden einen wunderbaren ersten Advents-Sonntag!
Und Ludwig das baldiges Ende seiner Gefangenschaft im Karton….

Frivol

Ob Piotr & Halina damit einverstanden sind, dass ihnen genau gegenüber jetzt ein spärlichst bekleidetes Pärchen auf dem Sofa fletzt?

Man wird sehen.

Immerhin kommen die neuen Nachbarn auch aus ihrer polnischen Heimat und ich denke, da wird man sich schon einig werden…..Uns jedenfalls gefiel das Bild so gut, dass wir es als weitere Erinnerung an unseren Urlaub noch nachträglich haben einfliegen lassen.
Und es macht sich gut, da wo es jetzt hängt, auch wenn wir selbst es natürlich  niemalsnienicht wagen würden, die Kleiderordnung derartig zu vernachlässigen….
😎 😎 😎 Man weiss ja schliesslich nicht, wer alles zuguckt. 😎 😎 😎

Unvermeidlich

Manchmal fügt es sich ja, dass man eine Überschrift gleich für mehrere Beiträge verwenden könnte. So wie bei dieser hier – ergaben sich doch heute im Lauf des Tages gleich mehrere Themen, die man alle mit der gleichen Überschrift abhandeln  – bzw. unter dieser Überschrift in einem Beitrag zusammenfassen könnte.
Und genau das werde ich nun machen:


Unvermeidlich scheint es, dass mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub gleich ein dickes Plus für mein Überstundenkonto bringt. Das war immer so und folglich heute auch nicht anders, obwohl eigentlich am Anfang des Tages nur ein ganz normaler Frühdienst mit gerade mal acht Stunden auf meinem Plan stand.
Woraus dann am Ende des Tages ein etwas „kastrierter“ Doppeldienst wurde und sich statt der  geplanten acht Stunden fast elf Stunden  auf meinem Stundenzettel fanden.
Jedenfalls nicht weiter  verwunderlich, weil der Krankenstand in der Firma immer noch recht hoch ist nach der hohen Arbeitsbelastung der Kollegen in den letzten Wochen.
Und logisch, dass wir „Urlaubsrückkehrer“ als erste gefragt wurden, ob wir was zusätzlich übernehmen könnten.
Trotzdem hat dieser erste Arbeitstag nach drei Wochen richtig Spass gemacht und ich habe mich riesig drüber gefreut, wie liebevoll ich von meinen Kollegen und meinen Kunden empfangen wurde.


Unvermeidlich auch, dass die momentan (wann eigentlich nicht?) katastrophale Hamburger Verkehrslage mich auf dem Heimweg auch wieder mal im Stau hat stehen lassen und für die siebzehn Kilometer mehr als eine Stunde Fahrzeit gekostet hat.


Unvermeidlich –  fast wie  erwartet – dass ich morgen mal persönlich bei DHL vorbei gucken muss, um die Schweinerei abzuholen, die in Zukunft unser Schlafzimmer zieren wird:Denn natürlich hat es mit  der Zustellung an meinen Wunschnachbarn mal wieder nicht geklappt – obwohl es positiv anzumerken gilt, dass wenigstens eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten war.


Unvermeidlich weiterhin, angesichts der Chemnitzer Ereignisse  wenigstens ein mal im Leben auf unseren Aussenminister zu hören und vom Sofa hochzukommen, wenn unsere Postings der letzten Tage nicht nur der eigenen Seelenhygiene dienen –  wie die Beste aller Ehefrauen gestern etwas zweifelnd anmerkte – und die Hashtags in unseren Blogs nicht nur Lippenbekenntnisse sein sollen. Denn sonst würde diese bittere Karrikatur wohl ebenso bittere  Realität werden: Also geht es am Mittwoch ganz sicher nochmal auf die Strasse für uns, Überstunden hin oder her

Übrigens: der Maas gefällt mir momentan immer besser. Wenigstens einer, der klare Kante macht.


Unvermeidlich demzufolge auch, dass im Hause Momo gerade der Livestream des Konzertes in Chemnitz läuft und wir uns mehr als nur ein bisschen darüber freuen, dort über 50.000 Menschen zu sehen, die sich nicht nur der kostenlosen Musik wegen auf die Reise gemacht haben, sondern dort sind um zu zeigen:

#wirsindmehr

Das sind die Zeichen, die man gegen das braune Völkchen setzen muss, das meint, hier das Volk zu sein!


Unvermeidlich zum letzten deswegen auch, dass ich mich heute nicht wie geplant nochmal an die Fortsetzung meiner Reiseberichte mache.
Denn schliesslich will ich wenigstens heute Abend in Ruhe ein paar Stunden mit der Liebsten auf dem Sofa verbringen, wenn wir schon Mittwoch darauf verzichten müssen.
Stundenlang vorm Computer hocken ist da nicht….


Und falls jetzt jemand seinen Senf zu meinen Geschreibsel geben will, wird es für sie/ihn unvermeidlich sein, sich eines – oder mehrere- Them(a)(en) auszusuchen, wenn er nicht zu allen etwas tippslen will. 😎

Stubenarrest

Wie schrieb meine Liebste vorhin auf Facebook?

“ Der Gatte hat nun wieder Stubenarrest für heute“

Tja, also habe ich mich als folgsamer Ehemann in mein Schicksal gefügt und gemacht, was die Liebste da von mir erwartet hat.
Denn schliesslich soll sich nun heute ein ganz privates Drama dem Ende nähern, dass sich in den trockenen Worten der DHL-Sendungsverfolgung so liest:Wie man sieht, hatte das lange ersehnte Paket  jetzt ausreichend Zeit, sich hier in Hamburg zu akklimatisieren, durfte an der einen oder anderen Ausfahrt teilnehmen, deren Ziel auch gleichzeitig der Ausgangspunkt im Verteilzentrum war, hatte Ruhezeiten und spannende Momente im Wechsel… („werde ich heute meinem Bestimmungsort erreichen?“) Also alles, was man sich als DHL-Paket nur wünschen kann.

Genau so spannend war die Wartezeit bisher auch für uns, meine Liebste und mich.
Während sie das Geschehen live am Computer im Büro zu verfolgen suchte, war ich ja derweilen derjenige, der – bei fast allen Zustellversuchen zu Hause sitzend – das Empfangskomitee für den Zusteller geben sollte. Wobei der sich aller Vorbereitung zum trotz nicht einmal die Mühe gemacht hat, einen Blick auf unser Klingelschild zu werfen oder gar die Klingel zu drücken…
Ob das allerdings nur dem fehlenden roten Teppich geschuldet war?
Ich weiss nicht….

Auch heute (inzwischen ist es 15:45 Uhr)  steigt die Spannung wieder ins unermessliche und ich sitze hier – landfein gemacht und gesellschaftsfähig gekleidet – und warte wieder einmal – zum vierten mal -, während meine Kaffee- und Tabak-Vorräte bedenklich schrumpfen, ja fast zur Neige gehen.
Tabak holen ist ja nicht, und besser auch , dass ich mir den Drang verkneife, das Porzellanstudio zu einer kurzen Sitzung aufzusuchen.
Es könnte ja immerhin sein, dass er genau dann klingelt, der Paketmann – und ich nicht schnell  genug wieder in die Hose komme…

Nein!
Ich gebe  die Hoffnung  – noch –  nicht auf !

Selbst, wenn mir schon die Schliessmuskel schmerzen, die Schmacht nach einer Kippe übergross wird  und die Liebste am Computer im Büro langsam resigniert: Heute wird er kommen, der rettende Bote!
Da bin ich sicher!
Immerhin ist ja noch ein wenig Zeit bis 17:00, wenn der Bote Feierabend macht.

Und dann wird die Spannung der letzten Tage von uns abfallen, wir werden uns vor Freude in die Arme fallen und einen wunderbaren Abend zu dritt haben – meine Liebste, ihr neues Handy und ich 🙂


Nachtrag – 16:45 Uhr:

Was lange währt:PaauBi
Und nun sind wir alle glücklich:
Die Liebste, weil sie nachher ihr ersehntes neues Spielzeug auspacken kann,
das Paket, weil seine Odysee ein Ende hat,
Und ich, weil ich mich endlich ins Porzellanstudio zurückziehen darf. 🙂

Packstationlotto II

Kleine Anekdote am Rande:

Als ich gestern nach dem ersten erfolglosen Versuch, das Paket meiner Liebsten aus dem gelben Gefängnis zu befreien davor stand und mich chattenderweise bemühte, an eine neue mTan heranzukommen, sprach mich ein junger Mann an, dem ähnliches wohl auch schon widerfahren ist:

„Na, hatten Sie auch eine „5“ in der Tan?“

Und darüber kamen wir dann ins Gespräch und er berichtetete, dass ihm das nun schon drei mal passiert und er jedesmal unverrichteter Dinge wieder abgezogen sei, weil er erst umständlich per Hotline eine neue Geheimnummer habe beantragen müssen. DHL wisse also schon seit Wochen, dass der Touchscreen an der Station nicht richtig funktioniere.
Passiert sei bisher allerdings nichts -was ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Zu Glück habe er inzwischen auch den Tipp mit der App bekommen, aus der heraus man ja selbst eine neue Geheimzahl generieren könne…

„Aber das hilft ja auch nicht immer…“

berichtete er weiter, denn jeder dieser gelben Kästen habe andere Eigenarten.

„… der in der D-Strasse, beim Aldi, nimmt keine Nullen an, den kann ich nicht mehr benutzen, weil meine Postnummer die Zahl zwei mal enthält und ich mich nicht einloggen kann. Und dann steht man davor und weiss genau, hinter einer der gelben Türen liegt das Paket und es ist kein rankommen…. zumal der Scanner auch da nicht funktioniert  und der Magnetkartenleser genau wie hier ausgebaut wurde.“

Auch seine Eindrücke von der telefonischen Hotline seien unterirdisch, genau wie der meine. Er habe das mal gekuugelt und im Netz etliche Bilder von demolierten Touchscreens gefunden, wobei er durchaus verstehen könne, dass Leute richtig sauer würden, so frustrierend wie der Umgang mit DHL im Allgemeinen und den Packstationen im Besonderen sei.
Auch an der D-Strasse wäre der Bildschirm schon einmal eingeschlagen gewesen.
Es sei halt immer so ein komisches Gefühl, wenn man da hin müsse….
Aber Vandalismus, dass müsse ja trotzdem nicht sein.

Recht hat er, das sehe ich genauso.

Und dann konnten wir gemeinsam beobachten, wie eine weitere Kundin unverrichteter Dinge wieder abzog, weil es mit der Eingabe der Tan nicht geklappt hat.
Die hatte allerdings ihr Handy nicht dabei und musste erst mal wieder nach Hause, um mit neuer Geheimzahl bewaffnet einen neuen Versuch machen zu können. Genau wie ich, weil es bei meiner Liebsten ja auch erst nach mehreren Anläufen geklappt hat mit der neuen Nummer.

Und deshalb glaube ich, dass Karin wohl recht hat mit ihrem Kommentar:

„Ich glaube ja, dass DHL seine Hauptaufgabe nicht im korrekten Zustellen von Paketen liegt, sondern darin Menschen in den Wahnsinn zu treiben und das machen sie gut.“

Wenn auch nur zum Teil, denn anderseits erlebe ich auch immer wieder, dass es sehr leicht ist, an der Packstation mit anderen Menschen  – Leidensgenossen – ins Gespräch zu kommen.
Und gelegentlich trifft man sich dort auch mehr als einmal, freundliche Begrüssung und Austausch des neuesten DHL-Klatsches eingeschlossen.
Was ja auch wieder was positives ist….

Aber ob das von DHL so geplant war?
Wohl kaum. denn auf Ihrer Website werden die gelben Paketgefängnisse nicht als Kontaktbörse angepriesen 🙂

Das Ende unsers kleinen Gesprächs jedenfalls war sehr versöhnlich:

„Also dann bis zum nächsten Mal  – und viel Glück mit der neuen Tan!  Ich drücke Ihnen die Daumen, dass sie dieses Mal keine „5“ enhält“

sprach mein Gegenüber – und genau das wünschte ich ihm auch 🙂

Packstationlotto I

Man wird ja bescheiden und demütig – und ist überhaupt froh, wenn ein bestimmter Paketdienst es schafft, Bestelltes oder Geschenktes in einem passablen Zeitrahmen zumindest bis an den Zielort zu transportieren.
Wobei ich ausdrücklich nicht die letzten Meter bis zur Wohnungstür meine, denn darüber habe ich mich ja schon wiederholt ausgelassen.

Nein, mir reicht es inzwischen schon, wenn ich mir meine Pakete selbst abholen darf, am Liebsten aus der grossen gelben Paketkiste, die in unserer Strasse nur ein paar Hausnummern weiter steht.Und das klappt auch soweit ganz gut in der letzten Zeit, zumindest, wenn ich die Sendungen direkt an diese Packstation adressieren lasse. Selbst einfache  Briefe, die an diese Adresse geschickt werden, liegen dort schon lange, bevor der radelnde Zusteller am frühen Nachmittag an unserem Briefkasten vorbeikommt.

„Also ist doch alles gut!“

könnte man jetzt meinen, wäre da nicht ein klitzekleines technisches Problem, das die Freude bisweilen etwas trübt.

DHL wäre nämlich nicht DHL, wenn die Paketdinger nicht möglichst billig zusammengeschustert wären – und insbesondere der darin beheimatete Computer problemlos funktionieren würde und nicht seine negativen Eigenheiten hätte, die das Paketabholen zum Glücksspiel machen können….
Denn der zugehörige Scanner scannt nicht immer so wie er soll und auch der Touchscreen ist gelinde gesagt seeeehr individuell – oder zumindest ausgesprochen schlecht justiert.
Und damit wird die Eingabe speziell einer Zahl immer wieder aufs Neue zum Nervenkitzel:Denn die „5“ registriert dieser elektrische Blödmann Computer nur, wenn man ziemlich weit ausserhalb der Mitte der Taste tippt – nämlich etwa da, wo die rote Markierung ist.
Und das mit meinen dicken Fingern, die feinmotorisch nicht immer die besten Werkzeuge sind – um meine gelegentliche Ungeschicklichkeit mal elegant zu umschreiben.

An sich ist das ja auch nicht  weiter schlimm, solange ich nur meine Postnummer eingebe und die eingetippten Zahlen oben sehen  – und so ggf. korrigieren kann.
Aber bei der Eingabe der mTan, also der per SMS erhaltenen Geheimzahl – die so geheim ist, dass man nur noch Sterne sieht – kann das auch leicht zu Fehleingaben führen.
Nur einen Millimeter zu weit rechts, zu weit unten oder gar zu weit rechts unten, dann interpretiert der Blechheini in der Postkiste die Eingabe wahlweise als 6,8 oder 9 und dann kann es einem gehen wie mir heute:

„Geheimzahl falsch!  Bitte probieren sie es nochmal“

Und das gleich dreimal hintereinander….

Dazu nach dem dritten missglückten Versuch auch noch der hämische freundliche Hinweis in unfreundlichem rot, dass ich nun gesperrt sei und mich bitte an die Service-Hotline wenden möge.
Nicht nur, dass dies ein höchst unerfreuliches Unterfangen ist, denn deren überwältigende Kompetenz durfte ich ja schon kennenlernen – nein, damit stand auch der häusliche Frieden für heute Abend auf sehr tönernen Füssen.
War doch das betreffende Pakte für meine Liebste und wurde schon sehnlich erwartet…..

Blieb also nur der zweite Weg, die Liebste zu bitten, doch per DHL-App zu versuchen, eine neue Geheimnummer anzufordern – verbunden mit der Hoffnung, das darin dann keine „5“ enthalten sein möge. Was auch nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelang ….
Aber, wie es  der böse  DHL-Gott  Zufall so will, begann diese vierstellige Zahl natürlich wieder mit einer „5“ – aber enthielt diese Ziffer zum Glück auch nur ein mal.
Wie gesagt, man wird demütig im Umgang mit Paketdienstleistern – und es hätte ja noch schlimmer kommen können. Zum Beispiel, wenn der Zahlencode auf „5555“ gelautet hätte.
Dann hätte ich wohl gleich entnervt aufgegeben – schliesslich ist die Chance auf einen Sechser im Lotto höher, als die Wahrscheinlichkeit, an diesem schrottigen hochwertigen Touchscreen viermal hintereinader die „5“ zu treffen….

Also bin ich frohen Mutes nochmal los gezockelt, und habe den nächsten Versuch gewagt, immer die Mahnung meiner Liebsten im Kopf:

„Aber die nächste Tan kann ich erst in 24 Stunden anfordern“

Und mit dem etwas bangen Gedanken, dass ich ja nur drei Versuche frei habe.

Prompt ging dann auch der erste Versuch wieder  daneben.
Also hab ich mit leicht zitternden Knien  die Zahlen zum zweiten mal eingegeben, gaaaaaaaaanz vorsichtig auf den roten „Bestätigen“-Knopf gedrückt und vor Spannung die Luft angehalten…
Und dann ertönte das erlösende „Klack“ mit dem das Paketfach aufsprang:
Welch ein Glück, welch eine Freude!
Der Abend ist gerettet, die Liebste Glücklich gemacht. <3

Aber trotzdem hat sie recht mit dem, was sie mir vorher noch schrieb:

„DHL geht mir so auf den Sack
Funktioniert bei denen eigentlich irgendwas richtig?“
Die Frage habe ich mir nämlich auch schon öfter gestellt.
Und dann stelle ich mir vor, wie schön das früher so war, als der Paketbote – immer derselbe – noch regelmässig geklingelt hat, einen freundlich mit Namen begrüsste und einem freudestrahlend sein Mitgebrachtes durch die geöffnete Wohnungstür reichte.

 

Urlaubsrest

Eher chaotisch haben sich die letzten Tage gestaltet,  Urlaubserholung geht irgendwie anders.

Da war zum Einen das – immer noch nicht ausgestandene – Krankenhausdrama um die beste Schwiegermutter von allen, nachzulesen nebenan bei meiner Liebsten, das meine Pläne natürlich auch etwas durcheinander gebracht hat – und zum Anderen das Damoklesschwert der Urlaubsverkürzung, welches gestern endgültig gefallen ist. Wobei ich damit schon ziemlich sicher gerechnet habe. So werde ich also am Wochenende schon wieder arbeiten müssen – und auch der Montag ist perdü…

Aber  das ist nun so, wie es ist, da hilft auch kein lamentieren.
Wenigstens der nächste Dienstag ist mir erhalten geblieben, so dass ich in Ruhe zu meiner Kontrolluntersuchung in der Gefäss-Ambulanz gehen kann.

Bleibt also, aus dem Resturlaub das Beste zu machen, will sagen, dass ich heute die Besuche im Baumarkt und im Elektronikmarkt nachholen werde, die schon für vorgestern geplant waren.
Denn ein Schubladenschrank in der Küche bedarf schon  seit längerem einer dringenden Reparatur (und  Blumenerde für den Balkon-Dschungel muss besorgt werden).
Ausserdem wollte ich eigentlich  die freien Tage nutzen, um den alten Rechner und die alten Festplatten entsorgen, über die ich neulich schon mal in einem Kommetar geschrieben habe. Und dafür brauche ich noch eine grosse externe Festplatte, auf die ich die Daten überspielen kann, nachdem nun endlich auch der Festplattenadapter gekommen ist., den Emil mir empfohlen hatte:Diesmal also kein Onlinekauf, sondern ganz konventionell im Laden, sollte nicht der Preis dort exorbitant über dem Onlinepreis liegen.
Schliesslich brauche ich das Ding sofort, und nicht erst in zwei Wochen (oder wann DHL die Gnade hat, mal ein Paket zuzustellen). Denn so könnte ich  den verbleibenden Tag noch nutzen, um wenigstens teilweise die Daten zu überspielen…..

Eilzustellung

Während andere  – und durchaus erfreuliche – Post und auch die eine oder andere Paketsendung (allerdings nicht per DHL)  in den letzten Wochen anstandslos zu uns gefunden haben,  gab es da ja noch das eine Paket, das sich auf der anstrengenden Reise von Hamburg nach Hamburg erst neun Tage in einer Packstation und dann auch noch fast eine Woche im Zustelldepot ausruhen musste.
Heute nun sollte es laut Sendungsverfolgung wieder beim Absender abgeliefert werden, mit dem ich inzwischen eine Rückabwicklung des Geschäftes vereinbart hatte.
Und was passiert? Da stand  doch eben die bewusste DHLerin aus dem oben verlinkten Beitrag bei mir vor der Tür und wollte mir das Ding plötzlich in die Hand drücken…
Und dann war sie auch noch ganz enttäuscht, dass ich es ihr mit Hinweis auf die lange Laufzeit von immerhin  siebzehn Tagen für Luftline sieben Kilometer nicht abgenommen habe.

Tja, so kann es gehen….