Gedreht und gewendet

Der Blick aus dem Küchenfenster lässt eigentlich nur eine Feststellung zu: Es ist Badewannenwetter!

Womit wir mal wieder bei einem Problem sind, an dem sich auch in sechs Jahren nichts geändert hat:Ich bin zu lang – oder die Wanne zu kurz!
Egal, wie man es auch dreht und wendet – so passt das nicht.
Entweder die Beine liegen im Warmen, dann sind die Schultern und Oberarme kalt – oder es ist umgekehrt und die Knie frieren.
So kann es einfach nichts werden mit dem Badevergnügen…

Schade, es hätte mir so gut gefallen, mal eine Runde im warmen Wasser zu liegen.
Bleibt also wieder nur die Dusche, um mich aufzuwärmen..

Nachtarbeit I

wie immer, wenn ich Spätdienste habe, brauche ich eine Weile um „runterzukommen“. Gleich ins Bett ist dann nicht, denn da könnte ich ohnehin  nur auf-und-ab-wandern.
An Schlaf ist jedenfalls nicht sofort zu denken.

Was aber auch nicht weiter schlimm ist – ich kann ja am nächsten Tag (also morgen...äh, heute) ausschlafen. Und bis ich die nötige Bettschwere habe kann ich mich auch sinnvoll beschäftigen – beispielsweise damit, noch ein wenig an meinem neuen Blog zu basteln, der langsam aber sicher seiner Fertigstellung entgegen sieht.

Das Design steht, die Tapeten hängen, Beiträge und Bilder sind bis einschliesslich vorgestern importiert, der DSGVO ist auch Genüge getan – also das meisste ist erledigt.
Nur ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, wie z.B. eine Blogroll ( die WP eingespart hat) und etwas Feinschliff am dem einen oder anderen Widget.
Aber dann kann es losgehen!

Denkbar also, dass heute im Lauf des Tages hier dann ein Schild hängt, dass den vollzogenen Umzug verkündet.

Schaunmermal.

Aber vorher muss ich doch noch ein wenig schlafen.

Unmotiviert

Eigentlich wollte ich heute ja das Auto schon mal waschen und reisefertig machen, die Rücksitzbank einbauen, die schon ewig fehlt  – und überhaupt….
Allerdings schien dieser Plan beim morgendlichen Blick aus dem Küchenfenster nicht der allerbeste für den heutigen Tag zu sein, denn es sah nicht nur nach Regen aus, sondern es kam auch – wie sich später herausstellte – zu den versprochenen örtlichen Niederschlägen.
Grund genug also, den Plan für den Tag etwas zu modifizieren und sich auf einen kurzen Trip zum Einkaufen zu beschränken, um alles zu besorgen, was die Fellnasen in der Zeit brauchen, in der wir unterwegs sind.
Auto putzen kann ich ja morgen auch noch, obwohl die Liebste ja meint, so nötig sei das noch nicht…
Schaunmermal.

Blieb also unerwartet mehr Zeit für das, was sonst noch auf dem Zettel steht:

Nämlich sich nochmal vorab mit unserem Reisezielen in Polen zu beschäftigen, und herauszufinden, was sich anzugucken lohnt.
Und während  ich hier gemütlich vor mich hin  blogge und die Liebste zu diesem Zwecke in der von der besten Schwiegermutter von allen ausgeliehenen Literatur blättert, fallen ihr doch zwei Reisemitbringsel vom deren letztem Polen-Tripp auf den Schoss:Nicht, dass mir je aufgefallen wäre, dass meine Schwiegermutter Ansichtskarten schreibt, aber dieser Fund ist „Nice-to-have“.
Denn sollten wir aus irgendeinem Grund doch noch umdisponieren und statt nach Polen beispielsweise wo ganz anders hin fahren – Ansichtskarten könnten wir trotzdem aus Danzig schicken… 🙂

Was wir natürlich nicht ernsthaft  in Erwägung ziehen, dazu freuen wir uns beide viel zu sehr auf die Reise, aber…. man weiss ja nie…..

Undenkbar

Auch wenn inzwischen schon wieder ein neues Buch auf meinem Reader aufgeschlagen ist – das vorher gelesene hängt mir immer noch ein wenig nach.  Oder besser seine Hauptfigur Ove, zu der ich beim Lesen eine innige Beziehung gewonnen habe.

Denn Ove und ich sind uns doch in vielen Dingen ähnlich – nicht nur was das Alter betrifft:

Ove ist  Neunundfünfzig, genau wie ich.
Er liebt gutes Werkzeug, seine Arbeit, seine Frau,  aber auch Ordnung und ein geregeltes Leben.
Er mag Menschen, solange sie ihm nicht zu nahe kommen und ihm seine Ruhe lassen. Freunde hat er demzufolge kaum.
Er  ist ein Mensch mit „Ecken und Kanten“ und hat Prinzipien ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl.
Man sollte ihn nicht herausfordern, denn dann kann er Klauen und Zähne zeigen und zum Kämpfer werden.

Soweit die Parallelen.

Allerdings ist ins Oves Leben nichts mehr so, wie es mal war, seit seine Frau gestorben ist und er zu allem Überfluss noch seine Arbeit verloren hat, weil er zum „alten Eisen“ sortiert wurde. Darüber ist er griesgrämig geworden und einsam. Ohne Aufgabe zu sein, das ist kein Leben für ihn.

Und genau darüber habe ich beim Lesen angefangen mir Gedanken zu machen:

Was wäre wenn?
Was wäre, wenn mein momentan so geregelt erscheinendes Leben plötzlich eine ganz andere Wendung bekäme?
Wenn, was Gott verhüten möge, meiner Liebsten etwas passieren würde?
Wenn ich nicht mehr arbeiten könnte, keine Aufgabe mehr hätte?
Dann würde mein Leben wohl auch heftig ins Wanken geraten, zumal ich mir darüber bisher nie ernsthaft Gedanken gemacht habe. Nicht mal eine vage Vorstellung davon, wie ich damit umgehen würde…Ob ich dann das Glück hätte wie Ove, von einer Bekannten, einer Nachbarin ins Leben zurück geholt zu werden?
Wohl kaum, denn ich glaube nicht an solche Wunder.
Aber was dann?
Das Leben selbst beenden, wie Ove es vorhatte?

Ganz ehrlich:
Ich weiss es nicht, habe keine Antwort auf die Fragen, die sich da aufgetan haben.
Und ich scheue mich auch davor, sie in aller Konsequenz zu Ende zu denken.

Denn es zählt das hier und jetzt, das heute.
Dieser Moment, in dem es mir – es uns gut  geht.
Den gilt es zu geniessen .
Genau wie die 14 gemeinsamen Tage, die nun vor uns liegen, die Fahrt nach Polen und all das, was uns da an schönen Erlebnissen erwarten wird.
Dafür möchte ich dankbar sein.

Und damit Schluss mit den grauen Gedanken!

Keiner von uns weiss, was die Zukunft bringen wird , ob Gutes oder weniger Gutes, das wird sich erweisen.
Heute ist heute und morgen ist morgen –  also alles zu seiner Zeit.

Rückenwind

Das kam nun einen Tag zu früh!
Obwohl es ja eigentlich ganz gut ist, das die Hitze nun erst mal vorbei ist und der Regen gestern abend ein wenig Wasser für  die vertrocknete Vegetation gebracht hat.
Auch der Blick aus unserem Küchenfenster zeigt, dass sich das Bild am Himmel verändert hat: Wolken, wenn auch trocken, dazu (auf dem Bild nicht zu sehen) böiger Wind und erfrischende 17 Grad!
Wie lange haben wir uns das gewünscht….

Allerdings passt das Wetter nicht so ganz zu dem, was wir heute vorhaben. Denn nachher hole ich die Liebste von der Arbeit ab und es soll in ein kleines Dorf in der Nähe von Bremen gehen, um den Ersatz für den kaputten Roller anzugucken und ggf. gleich mitzunehmen. Dabei mache ich mir um den Hinweg wenig Gedanken, denn im Autos sitzen wir ja warm und trocken.
Etwas mehr Sorgen macht mir da der Rückweg (hier rot markiert): Bei den Windböen ist es sicher kein wahrer Genuss, einen Roller mit grosser Scheibe zu fahren, die ein wenig wie ein Segel wirkt.
Zum Glück  kommt der Wind aber wohl meisstenteils aus Südwest, die Liebste hat also Rückenwind 🙂

Und sollte es wirklich regnen, werde ich mit der rollenden Wetterschutzhütte direkt hinter ihr sein.
Wie schon damals bei der Rückfahrt aus Berlin erprobt.
Trotzdem wäre es natürlich schöner gewesen, das schöne Wetter hätte nun noch einen Tag länger gehalten …

Morgenkühle

Morgens ist es ja immer ganz angenehm mit Temperaturen um die zwanzig Grad – und eigentlich geniesse ich es auch, dann schon wach und noch nicht in völlig durchgeschwitzen Klamotten unterwegs zu sein. Jedenfalls, solange ich mich im Freien aufhalten kann und noch nicht die erste völlig aufgeheizte Wohnung meiner Kunden betreten habe.
Oder, wenn ich frei habe, so wie heute.Da macht es auch nichts, wenn ich aus lauter Gewohnheit schon kurz nach vier wach bin – wie immer nach einer Reihe von Früh- und Doppeldiensten.

Nutze ich also die Zeit, solange die Temperaturen noch angenehm sind, warm wird es nachher von ganz alleine (heute wieder über 30 Grad). Und damit kommt dann auch die Trägheit, die Unlust, mich zu bewegen, dass Schwitzen  und das Jucken der Hitzepickel, die ich inzwischen an Händen und Unterarmen habe. Wohl ein Tribut an die Handschuhe und das Lenkrad, die beide nicht sehr atmungsaktiv sind und trotzdem substanzieller Bestandteil meiner Arbeit.
Aber ich will nicht jammern – jedenfalls nicht darüber….

Trotzdem wäre es schön, wenn es langsam mal wieder etwas kühler werden würde, denn unsere Abkühlungsmöglichkeit der letzten Jahre fällt ja auch aus. Der Pulvermühlenteich ist schon seit Wochen wegen Blaualgen gesperrt, abends nochmal kurz Baden ist also nicht: Wie auch in  keinem anderen Badesee mehr  in der näheren Umgebung.
Schade!

Dabei komme ich doch dank der Hitze meiner Bikinifigur immer näher.
Die Wärme bringt nämlich eine deutliche Reduktion meines Appetits mit sich, und die kalte und leichte Küche der letzten Tagen hat immerhin schon gute drei Kilo Fett abgeschmolzen. Ein schöner Nebeneffekt, auch wenn ich sonst  der Dauerwärme wenig abgewinnen kann.

Bleibt also nur die kühlende Dusche und – wenigstens für heute – die erfreuliche Aussicht, wirklich nur die unabdingbare Kleidung (also fast nix) anziehen zu müssen, bevor es morgen wieder im vollen Ornat zum nächsten Doppeldienst geht…
Der letzte vor unserem Urlaub, wie auch das letzte Dienstwochenende für diesen Monat.
Danach dann nur noch zwei Spätdienste und nach ein paar freien Tagen einige Frühdienste, um das Überstundenkonto weiter zu füllen, dann ist es endlich soweit 🙂

Endlich!

Seit Wochen warten wir drauf, dass es mal wieder etwas Wasser von oben gibt, seit Tagen, dass es sich mal etwas abkühlt.

Und nun, gerade eben, kam tatsächlich der ersehnte Guss: Dazu ein wenig Donner, etwas Wind, gerade genug, um Herrn Hein unters Bett zu scheuchen und die unerschrockenere Elli empört Beschwerde führen zu lassen, weil ein einzelner Regentropfen es gewagt hat, ihr Fell zu benetzen.

Aber wie es ausschaut, ist der Zauber nach gerade einer halben Stunde schon wieder vorbei.
Schade.
Von mir aus könnte es sich richtig einregnen und erst morgen um 14:00 Uhr wieder aufhören, damit wir trocken zur Demo gehen können.

Hitzefrei

Unsere Logistikerin hatte gestern wohl einen Clown gefrühstückt.
Jedenfalls rief sie mich gestern Mittag während der Tour an, um mir mitzuteilen, dass ich heute „hitzefrei“ hätte 🙂
Was im Prinzip allerdings nicht mehr bedeutete, als das mein – ohnehin für heute geplanter – freier Tag schlussendlich in trockenen Tüchern sei  – nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit angesichts von Ferienzeit und Krankenstand…

Und so bin ich ganz froh, heute einfach mal zu Hause bleiben zu dürfen, denn spassig ist arbeiten bei diesen Temperaturen wahrlich nicht mit dem ständigen Wechsel zwischen überhitzten Dachgeschosswohnungen und aufgeheiztem Auto.
Wobei das Thermometer ja nur die Aussentemperatur anzeigt: In der Karre ist es ja noch viel wärmer, wenn sie eine halbe Stunde in der Sonne gestanden hat, weil mal wieder kein Schattenparkplatz zu finden war…
Dagegen haben auch dieKlimaanlage und anderthalb Liter Wasser wenig geholfen, die ich während der Tour getrunken habe.
Immerhin gab es anschliessend im Büro noch einen feine Abkühlung in Form eines dicken Eisbechers zum Dienstgespräch, spendiert vom Chef, der angesichts der ausgefallenen Klimaanlage seines Büros durchaus nachvollziehen konnte, wie es uns „arbeitender Bevölkerung“ bei dem Wetter geht.
Gut also, heute nichts zu tun, mittags eine Siesta machen und meine Füsse in einen Eimer mit kaltem Wasser stellen zu können, während die Liebste  den Tag in ihrer Bürosauna verbringen muss.
Beneiden tue ich sie darum nicht, denn heute soll es ja noch heisser werden.

Und die Siesta könnte auch nötig sein, denn Ausschlafen war natürlich nicht.
Dazu stecke ich wieder mal zu sehr im Rhytmus des Frühaufstehens und ausserdem ist es irgendwie auch zu warm, um gut zu schlafen:Schon morgens um vier über 20 Grad und  wolkenloser Himmel, der den nächsten heissen Tag ankündigt…..

Passt

Momentan bin ich ja eher etwas Lustlos und es fehlt mir – auch bei der Arbeit – ein wenig der übliche „Drive“, der mir die Dinge leicht von der Hand gehen lässt. Da spielt wohl schon die nahende (noch vier Tage!) Urlaubswoche  eine Rolle und auch das mistige kalte und ungemütliche Wetter trägt vermutlich seinen Teil dazu bei.

Nicht, dass mich das nun vor unlösbare Probleme stellen würde, denn da lässt sich zum Glück alleine durch Routine schon eine Menge überbrücken – aber ich merke halt schon morgens  beim aufstehen, dass ich eigentlich lieber im Bett bleiben und Arbeit Arbeit sein lassen würde.Zum Glück geht es aber dann besser, wenn ich die Hürden des Aufstehens und der morgendlichen Verrichtungen im Bad hinter mich gebracht habe und erst mal im Auto sitze – an normalen Tagen jedenfalls.

Ganz anders ist das allerdings, wenn ich – wie letzte Woche beim Spätdienst oder heute für eine Fortbildung – erst Nachmittags los muss. Dann baut sich diese Unlust über den ganzen Vormittag weiter auf und es kostet mich richtig viel Energie, mich selbst soweit zu motivieren, dass ich mich dann pünktlich auf den Weg mache. Und vorher drömmele ich so vor mich hin und bekomme auch hier zu Hause eigentlich nichts gebacken.

Dementsprechend sieht es auch gerade hier aus – und der aufgeräumte Schreibtisch ist wirklich nur einen absolute Insellösung, im krassen Unterschied zu dem, was man so sieht, wenn man sich auf dem Schreibtischstuhl um 180 Grad dreht und die andere Seite des Flures betrachtet….
Da liegen nämlich zum Beispiel noch alle Sachen auf der Kommode, die ich vom Schreibtisch abgeräumt habe, ähnlich dem Wäscheberg im Schlafzimmer, den ich eigentlich schon vor Tagen wegräumen wollte und den Paketen im Wohnzimmer, die ich vor ein paar Tagen ausgepackt und nicht gleich weg geräumt habe habe. Ordnung täte also mal wieder Not – auch noch in anderen Bereichen meines Domizils – denn so langsam etwickelt sich das hier zu einer typischen Strohwitwerwohnung :-/

Insofern passt es also ganz gut, dass mich eben ein Anruf ereilte und die geplante Fortbildung für heute abgesagt wurde. Also brauche ich mich heute nicht in gesellschaftsfähige Kleidung zu werfen und auf den Weg aufs Festland zu machen, um eine Übungspuppe aufzublasen, sondern kann bequem in Jogginghose und T-Shirt den Tag zu Hause für mich nutzen!

Und vielleicht schaffe ich es ja sogar, hier mal ein wenig den aufgestauten Berg an häuslichen Pflichten abzubauen….