Sicher ist sicher!

Vorsicht ist de Mutter nicht nur der Porzellankiste, sondern auch unseres weihnachtlichen Zimmerschmuckes, den ich heute gekauft und inzwischen auch an die ihm zugedachte Stelle im Wohnzimmer gestellt habe.

Vorher waren allerdings noch einige kleinere Umbaumassnahmen nötig, damit auch Platz ist an dem Platz –  leicht behindert durch die fernschriftlichen Einwürfe einen gewissen Dame, die unbedingt vorab schon mal Fotos sehen wollte.
Aber dem Wunsch bin ich trotzdem gerne nachgekommen, denn schliesslich bin ich mit der Dame ja verheiratet und sie soll natürlich auch wissen, wer da jetzt vorübergehend bei uns einzieht.
Also hab ich nach dem Eintopfen die Tanne zwischendurch mal schnell geknipst und ihr dieses Bild geschickt-noch auf ihrem provisorischen Standort auf dem Balkon – um anschliessend meine Umräumaktion fortzusetzen.

Nicht ganz fair allerdings die  – möglicherweise etwas vorschnelle – Antwort meiner Liebsten, die meinte, ich würde mich wohl nicht trauen – der Katzen wegen:

„Feigling !“

Zwar traue ich den Fellnasen in Bezug auf Tannenwälder im Wohnzimmer wirklich nicht – in solchen Dingen ist meine Liebste weitaus risikofreudiger als ich, genau wie im mit den echten Kerzen am Baum – aber schliesslich habe ich ja mit entschieden, dass wir dieses Jahr den Versuch wagen wollen….. und so was lasse ich mir auch nicht nachsagen!
Also hab ich jetzt nach vollzogenem Umbau ganz mutig  das nackte Bäumchen ins Wohnzimmer gestellt und Posten auf dem Sofa bezogen, um mögliche Unglücke gleich vorab zu verhindern.

Sicher ist schliesslich sicher!

Die Schuld des Neandertalers?

Manchmal frage ich mich schon, wo das noch hinführen soll:
Jeden Tag auf der Flucht – und das ohne Not: Ich als bekennender Morgenmuffel, der ich früher ganze Wochenenden im Bett verbringen konnte – ohne schlechtes Gewissen, obwohl es manch anderes zu tun gegeben hätte  – entwickele momentan geradezu eine Phobie gegen diese Lagerstätte.
Mehr als vier, viereinhalb Stunden schlafe ich meisst nicht.
Dazu noch ein kurzes Nickerchen vor dem Fernseher am späten Nachmittag.
Das reicht.
Mehr Schlaf brauche ich wohl nicht  – und länger liegen kann ich auch nicht.

Wobei ich nur vermuten kann, dass dieses  Phänomen wohl auch damit zusammenhängt, dass ich körperlich nicht wirklich ausgelastet bin zur Zeit.
Kein Treppauf, Treppab, kein erzwungenes Aufstehen um vier, keine langen Runden im Hamsterrad, kein ermüdendes Stehen im Hamburger Verkehrschaos.
Auch keine langen nächtlichen Grübeleien wie vor zwei Wochen noch….

Eigentlich ja gut, aber trotzdem kein Anlass, nicht länger im Bett bleiben zu können.
Wo es doch eigentlich ganz bequem wäre, da zu liegen – ob zum Lesen, Fernsehen oder Musik hören, Meditieren oder was auch immer.

Geht aber nicht.

Bleibt also als einzige Erklärung, dass es nun wohl beginnt mit den ersten Alterserscheinungen – Senile Bettflucht gehört ja auch dazu…
In vielfältigen Erscheinungsformen, wie man erfährt, wenn man das Thema mal kugelt, wozu ja reichlich Gelegenheit ist, wenn man ohnehin nicht schlafen kann.
Tausende von Websites gibt es dazu und  sicher genauso viele Erklärungen und Ratschläge.

Wovon mir diese  ja besonders gefällt:

„Forscher glauben, dass dies evolutionäre Bestimmung ist. Wenn vom Familienclan nämlich immer jemand wach ist, steht zumindest einer zum Alarmschlagen bereit, falls eine Gefahr droht. …..
Die Annahme lautet: In den späten Abend- und frühen Morgenstunden muss niemand zum Aufpassen eingeteilt werden, da entweder die Jungen oder die Alten ein Auge oder ein Ohr auf das nächtliche Geschehen haben. Das ist unserem Schlafbedürfnis zu verdanken, dass sich im Laufe unseres Lebens verändert. So klingt zumindest das Fazit einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Eine „steile“ These, fürwar!
Wenn die so stimmt, ist also der Neandertaler in mir Schuld daran, dass ich es nicht aushalte im Bett…

Wobei der natürlich nicht wissen kann, dass er mich völlig grundlos weckt, denn da ist niemand, den ich um die Zeit bewachen müsste.
Meine Liebste ist ja meist schon vor mir auf….

Aber –  wie eingangs erwähnt, bleibt da die Frage, wohin das noch führen wird?
Wenn ich jetzt schon jetzt – völlig grundlos – so wenig schlafe, was soll dann werden, wenn ich mal achtzig, neunzig oder gar hundert bin?
Brauche ich dann überhaupt noch ein Bett? Oder können wir den Platz andererweitig nutzen?
Und falls ja, für was?

Fragen über Fragen…..

Selbstmotivation und Beschäftigungstherapie

Nachdem nun gestern auch die wesentlichen Punkte in Bezug auf meinen Job geklärt worden sind (sobald es geht: Wiedereinstieg über eine Wiedereingliederungsmassnahme, während der dann auch die weiteren Rahmenbedingungen fest gelegt werden), kommt nun die Phase meiner Beingeschichten, die sich erfahrungsgemäss als die am wenigsten einfache erwiesen hat:
Irgendwie muss ich es hin bekommen, regelmässig zu trainieren, damit meine schmerzfreie Gehstrecke grösser wird als die 150 Meter, die immer noch Stand der Dinge sind.

Dabei hat es sich ja auch beim letzten Mal schon als wenig motivierend erwiesen, immer nur im Kreis – und quasi ziellos – um den Block herum zu laufen, im Gegenteil war das eher frustrierend.
Einfacher ging es immer, wenn ich ein konkretes Ziel hatte oder eine nicht alltägliche Umgebung – wie damals in Leipzig, wo ich wirklich viel zu Fuss unterwegs war.
Aber Leipzig und die anderen Orte von Frau Momos Welttournee sind ja zum Glück  nun Geschichte, und so muss eine andere Lösung her:

Dabei bietet es sich  an, dass ich das Notwendige mit dem Nützlichen verbinde und zum Beispiel alle Einkäufe übernehme, die jetzt vor Weihnachten noch anfallen – soweit möglich zu Fuss, wenn ich die Sachen hier auf der Insel bekomme und die Einkäufe nicht all zu schwer sind, sonst halt mit dem Auto und dabei trotzdem bis an die Schmerzgrenze gehen.
Auch zum Doktor werde ich nachher laufen und damit mein heutiges Training absolvieren.

Ein weiteres Trainigsfeld findet sich hier in Haushalt, soweit ich dabei stehen muss.
Beispielweise beim Kochen, Betten machen, Wäsche aufhängen usw. – was auch ein Grund für meine aktuellen Küchenaktivitäten ist und gleichzeitig noch Spass macht. Wie gestern, als ich mal wieder ein altes Rezept aus unserem Küchenstudio „aufgewärmt“ habe:

Chili con Carne

Dafür hab ich nach meiner Rückkehr vom Gespräch in der Firma noch eingekauft und anschliessend eine gute Zeit in der Küche gestanden. Mit wirklich leckerem Ergebnis, dass nun gleich wieder für zwei Tage reicht. 🙂

Trotzdem wird das alles wohl noch nicht reichen.
Ich werde also überlegen müssen, wo sich noch Trainigsfelder finden, die ein „lohnendes“ Ziel bieten und genug Motivation um mit dem Hintern aus dem Sessel zu kommen.
Zum Glück habe ich ja dieses Mal ein Auto zur Verfügung, so dass ich bei der Auswahl meiner Ziele nicht nur auf unsere Insel beschränkt bin, sondern auch andere Orte ansteuern kann, die mir dann als Trainingsbasis dienen können…..

Für irgendwas muss es ja gut sein

Vorhin – im Parkhaus beim Biomarkt – sind wir über ein Schild gestolpert, dass wir beide in der Form auch zum ersten Mal gesehen haben:Reservierte extra breite Parkpplätze für ältere Menschen wie mich, nicht allzu weit von den Aufzügen entfernt.
Sicher ein gut gemeintes Angebot und durchaus der Nachahmung wert, so sich denn die anderen Autofahrer daran halten.

Aber dabei dürfte wohl ein ähnliches Problem auftauchen wie mit Mutter-Kind-Parkplätzen, denn solche breiten Parkbuchten sind ja immer ein gefundenes Fressen für die Fahrer extra breiter SUVs, denen sonst ein Verlassen ihrer Fahrzeuge kaum möglich ist, weil die Aussenmasse grösser sind als die Abmessungen der üblichen Stellflächen in Parkhäusern (wie wir auch vorhin beobachten konnten).

Trotzdem:
Ein nettes Angebot der Parkhausbetreiber – das auf alle Fälle 🙂

Rauchzeichen

Viel zu erzählen hatten sich die beiden Herren  – und natürlich wurde auch gleich ein Pfeiffchen zusammen gepafft, als Ludwig (rechts) endlich angekommen war, sehnlich erwartet von Frieder, seinem älteren Bruder: Das wurde aber auch Zeit, denn schliesslich ist es kein Leben für einen ehrbaren Räuchermann, buchstäblich wochenlang in einem dunklen Karton eingesperrt durch die Gegend geschaukelt zu werden, weil der Götterbote auf den letzte Metern kaputte Flügelschlappen hat.

Zwei Wochen hat die Reise nun gedauert und am Ende war auch noch der Laternenarm ab 🙁

Aber gut, dass ich Holzkleber im Haus hatte, so war die fällige Notoperation schnell durchgeführt, bevor ich die Herren einander vorstellen konnte. Danach schmeckten die Pfeiffchen offensichtlich um so besser  – und allgemeine Zufriedenheit  (und weihnachtliche Wohlgerüche) machten sich breit: Der Ärger über Hermes war jedenfalls schnell verflogen.

Trotzdem wäre es wohl besser gewesen, wenn Ludwig, statt mit dem blauen Logistiker zu reisen lieber die gelbrote Konkurenz genommen hätte. Denn im Gegensatz zu Hermes läuft DHL gerade zu einer erstaunlichen Hochform auf. So brauchte in Paket aus der hintersten Ecke des Erzgebirges nicht mal 24 Stunden, während Ludwig, aus der Gegend um Frankfurt kommend, mehr als die zehnfache Zeit unterwegs war.

Woran man übrigens sieht, dass Frieder der Ältere ist?

Nun, dass ist ziemlich einfach: Frieder stammt ja noch aus seeligen DDR-Zeiten und ist um Einiges liebevoller gefertigt:
Man achte nur mal auf die gedrechselten Beine, die Holzmaserung, die bemalte Pfeife, auf seine Grösse und die  Proportionen. Ludwig dagegen ist fast einen Zentimeter kleiner, deutlich schlanker, schlechter lackiert  und auch sonst weniger aufwändig gestaltet. Dem merkt man den Rotstift der freien Marktwirtschaft doch deutlich an, die nach der Wende auch im Erzgebirge eingezogen ist.
Gegen Frieder wirkt er fast ein wenig ärmlich, der Arme:Aber was solls?
Hauptsache, die beiden Kerlchen verstehen sich gut – und das scheint ja der Fall zu sein, auch wenn der eine jetzt im Wohnzimmer rauchen muss, während der andere hier an meinem Schreibtisch wohnt …

Kommunikationsproblemlösungsversuch

Meine Schlaflosigkeit kann auch teuer werden.
Nicht nur, weil zusätzlich Licht brennt und mein Computer läuft, sondern auch, weil unsere Fellnasen dann meinen, es ist Frühstückszeit. Was ja eigentlich nicht schimm wäre, wenn ich mich dann nicht nochmal wieder ins Bett legen würde.
In dem Fall nämlich ergaunern sie – unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – bei der Liebsten gleich nochmal eine Füllung der Näpfe, wenn diese ein, zwei Stunden später aufsteht, während mindestens die Hälfte der von mir verabreichten Ration friedlich vor sich hin trocknet und später in den Müll wandert…. wie auch die Reste der zweiten Ration, die natürlich auch nicht aufgefressen wird.

Zu deutsch:
Unser Katzenfutterverbrauch ist drastisch angestiegen seit ich zuhause bin.
Also stellt sich die Frage, wie daran etwas geändert werden könnte – und wie meine Liebste und ich die Kommunikation diesbezüglich verbessern können – zumal ich  ja nicht unbedingt auch gleich wach bin, wenn sie aufsteht.

Dabei wäre eine Nachricht im Messenger sicher eine Lösung, das Hinlegen eines Zettels eine andere.
Der allerdings könnte im morgendlich Trubel auch leicht weg geweht werden.Ein entsprechendes Wandtattoo ginge wohl auch, wenn auch etwas überkandidelt  und möglicherweise zur Folge habend, dass die lieben Kleinen gar nichts mehr bekommen.
Das scheidet also aus.

Bleibt aber noch diese Bastel-Variante:Das Tattoo einfach ausgedruckt, in einen Bilderrahmen gepackt und auf die Küchenarbeitsplatte platziert. Das kann ich dann einfach aufstellen, wenn ich die Näpfe schon gefüllt habe… Und doppelte Rationen sind Geschichte!

Also, Problem erkannt – Problem gebannt  😎

Gedreht und gewendet

Der Blick aus dem Küchenfenster lässt eigentlich nur eine Feststellung zu: Es ist Badewannenwetter!

Womit wir mal wieder bei einem Problem sind, an dem sich auch in sechs Jahren nichts geändert hat:Ich bin zu lang – oder die Wanne zu kurz!
Egal, wie man es auch dreht und wendet – so passt das nicht.
Entweder die Beine liegen im Warmen, dann sind die Schultern und Oberarme kalt – oder es ist umgekehrt und die Knie frieren.
So kann es einfach nichts werden mit dem Badevergnügen…

Schade, es hätte mir so gut gefallen, mal eine Runde im warmen Wasser zu liegen.
Bleibt also wieder nur die Dusche, um mich aufzuwärmen..

Flügellahm

Nicht nur ich hab „Beine“ – nein, auch der „Götterbote“ Hermes hat momentan wohl etwas Probleme mit den Flügelsandalen.Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären, warum sein Abgesandter nicht in der Lage ist, mir endlich das Paket zu bringen, dass schon seit beinahe einer Woche jeden Morgen aus dem Zustelldepot ins Auto geladen  und abends wieder ins Lager gepackt wird: Auch mein Angebot, das Paket selbst aus einem Shop abzuholen, damit dem Sandalenträger die Treppe erspart bleibt fruchtet da nicht.
Was um so erstaunlicher ist, als dass die Liebste im selben Zeitraum auch ein Paket erwartete, welches – mit dem gleichenLogistiker unterwegs – inzwischen anstandlos zugestellt wurde. Zum selben Paketshop – und innerhalb Hamburgs drei Tage unterwegs – aber immerhin ist es angekommen und beweist, dass der Götterbote trotz kaputter Flügellatschen durchaus noch in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen.
Wenn auch noch langsamer als ich….

Schade.
denn bisher hatten wir immer den Eindruck, dass die „Blauen“ doch noch um einiges zuverlässiger sind als die „Gelb-Roten“ von der Konkurrenz.

Schade auch, weil damit der Frieder-Bruder Ludwig den ersten Advent in einem dunklen Karton im kalten Lager zubringen muss, statt gemütlich mit seinem Geschwisterkind  zusammen ein Pfeifchen zu rauchen  und dabei Wohlgerüche in unserem Wohnzimmer zu verbreiten.
Kein schöner  erster Advent also für Ludwig…..

Aber was hilft es zu lamentieren?
Da bleibt nur, sich in Geduld zu fassen und abzuwarten – für Ludwig – und für uns.
Irgendwann wird es schon klappen mit der Zustellung und dann wird der zweite Advent um so schöner – hoffentlich 🙂

Bis dahin wünsche ich allen Vorbeilesenden einen wunderbaren ersten Advents-Sonntag!
Und Ludwig das baldiges Ende seiner Gefangenschaft im Karton….

Nicht weit, aber gerade unerreichbar

Eigentlich wollte ich ja noch was aus der Packstation abholen, aber das geht nun gerade nicht. Denn gleichzeitig mit der Benachrichtigung, dass mein Paket dort liegt, kam auch diese Meldung:Dumm, denn damit liegt die Packstation jetzt in der Sperrzone: Aber immerhin muss ich nicht aus dem Haus wie die Bewohner des Altenheimes (mit den weissen Dächern), 100 Meter vom Bombenfund entfernt….
Die beneide ich nun nicht, genau so wenig wie die Kollegen, die da jetzt die Evakuierung vor sich haben und begleiten müssen.

Das Paket liegt ja warm und trocken und kann gut auch noch bis morgen warten.

Rücken

Diese Nacht war keine gute Nacht, denn kurz nach zwei hat mich mein Rücken aus dem Bett getrieben, weil ich vor Rückenschmerzen nicht mehr liegen konnte.
Die quälen mich schon seit ein paar Tagen – genauer, seit ich unser Bett in Zingst am Abreisetag abgezogen habe – und waren bisher mit Schmerzmitteln eigentlich gut zu ertagen.
Aber heute Nacht muss ich mich wohl irgendwie verdreht haben und da gabs einen richtigen Tritt ins Kreuz. Mit dem Ergebnis, dass ich hell wach war und auch nicht wieder einschlafen konnte….

Also aufgestanden, Novalgin genommen und gehofft, dass es damit besser wird – was auch leidlich funktioniert hat. Wenn auch nicht so gut, dass ich mich damit jetzt ins Auto setzen und zur Arbeit fahren würde.
Bleibe ich also zuhause, packe mich warm ein und hoffe,  dass ich Montag wieder fit bin.

Doof, denn die letzten Tage waren eigentlich ganz gut – aber irgendwas ist ja immer….