Was zu erwarten war:

Nach der Ultraschall-Untersuchung in der letzten Woche war ja gestern der Termin für das CT, mit dem meinen Beinproblemen noch tiefer auf den Grund gegangen werden sollte.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
Gravierend neue Erkenntnisse hat die Untersuchung auch nicht gebracht, aber  doch die Sicherheit, dass da jetzt nicht noch mehr ist als ein verstopfter Bypass im Knie.
Alles oberhalb der Kniee ist quasi ohne Befund, denn bis auf ein paar Kalkablagerungen findet sich nichts weiter aufregendes in meinen Arterien.

Sehr beruhigend also!
Denn mit der Erkenntnis kann ich leben.
Zwar ist es  gerade nicht so furchtbar prickelnd, dass ich lauftechnisch so eingeschränkt bin, aber zumindest weiss ich jetzt genauer, wie die Geschichte weiter gehen wird:

Wahrscheinlich nächste Woche gehts ins Krankenhaus für eine Serie Prostaglandin-Infusionen zur Gefässerweiterung und dann heisst es laufen, laufen, laufen, um die Kollateralarterien für ihre neuen  Aufgaben zu trainieren – nämlich das Blut an Unterschenkel und Fuss zu liefern, das durch den verstopften Bypass da nicht mehr hin gelangt.
Und zuhause geht es mit dem Laufenüben natürlich weiter, damit ich günstigstenfalls das gleiche Ergebnis erreiche, das diese Therapie auch auf der rechten Seite schon gebracht hat.

Damit könnte ich dann sogar wieder arbeiten, wenn meine regelmässige Laufstrecke wieder bei 400-500 Metern ohne Schmerzen liegt.
Ein Ziel, das durchaus realistisch ist und wohl lediglich eine Frage der Zeit und meiner Motivation, den Hintern vom Sofa zu kriegen.Im Übrigen versuche ich auch jetzt schon, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu laufen, damit ich den Prozess schon mal anstosse.
Mit entsprechend Schmerzmitteln geht das.

Die Alternative, nämlich einen neuen Bypass zu legen, hat sich gestern quasi von selbst erledigt, als sich herausgestellt hat, dass damit nur einer der drei Arterienäste im Unterschenkel versorgt werden könnte und so das Risiko grösserer Schäden deutlich steigt, falls dieser dann auch wieder zu gehen sollte – von den OP-Riskien mal ganz abgesehen.

Das muss ich beides nicht haben.

6 Replies to “Was zu erwarten war:”

  1. Auch wenn das alles nicht toll ist, es gibt eine Perspektive. Die OP ist sicherlich keine Option und mit dem anderen Bein hast Du ja auch viel erreicht. Und das Du nicht mehr Marathon laufen kannst, ist ja nicht so schlimm 🙂 Also nun Geduld und Spucke. Ich bin jedenfalls froh, das Deine anderen Arterien sauber sind. Das ist ja auch schon mal was und mit dem Rest werden wir umgehen.

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