Dann packe ich eben wieder aus :-(

Heute dauerte es ziemlich lange, bis der erwartete Anruf aus dem Krankenhaus kam.

Leider nicht mit dem Ergebnis, dass ich mir erhofft  – und erwartet hatte.
Denn der Arzt teilte mir mit, dass es wohl keine Chance auf die Infusionstherapie gibt, weil die von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt wird. Jedenfalls nicht , wenn noch etwas Lauffähigkeit  vorhanden ist – wie bei mir.
Auch eine gezielte Nachfrage bei meiner Krankenkasse habe wohl nur ergeben, dass die keine Ausnahme machen würden.

Das ist schade, aber  nun mal nicht zu ändern.

Dann bleibt jetzt nur noch der konventionelle Weg mit Laufübungen unter Schmerztherapie.
Und meinen – schon seit letzter Woche – gepackten Rucksack kann ich auch wieder auspacken.

Bleibt der Trost, dass ich jetzt wenigstens in meinem eigenen Bett schlafen kann….

So war das gedacht :-)

Bastelstunde beendet und die letzten Schrauben fest gedreht – und nebenher noch die Seitenleiste umgebaut: So bleibt das jetzt 🙂
Und nebenher hab ich auch gleich noch ein Plätzchen gefunden, wo ich gelegentlich mal Zitate platzieren kann, die mir vor die Füsse fallen…
Den Anfang macht ein Klassiker, der demnächst wohl mal wieder auf meine Leseliste kommt:
Zeit genug habe ich jetzt ja…..

Was zu erwarten war:

Nach der Ultraschall-Untersuchung in der letzten Woche war ja gestern der Termin für das CT, mit dem meinen Beinproblemen noch tiefer auf den Grund gegangen werden sollte.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
Gravierend neue Erkenntnisse hat die Untersuchung auch nicht gebracht, aber  doch die Sicherheit, dass da jetzt nicht noch mehr ist als ein verstopfter Bypass im Knie.
Alles oberhalb der Kniee ist quasi ohne Befund, denn bis auf ein paar Kalkablagerungen findet sich nichts weiter aufregendes in meinen Arterien.

Sehr beruhigend also!
Denn mit der Erkenntnis kann ich leben.
Zwar ist es  gerade nicht so furchtbar prickelnd, dass ich lauftechnisch so eingeschränkt bin, aber zumindest weiss ich jetzt genauer, wie die Geschichte weiter gehen wird:

Wahrscheinlich nächste Woche gehts ins Krankenhaus für eine Serie Prostaglandin-Infusionen zur Gefässerweiterung und dann heisst es laufen, laufen, laufen, um die Kollateralarterien für ihre neuen  Aufgaben zu trainieren – nämlich das Blut an Unterschenkel und Fuss zu liefern, das durch den verstopften Bypass da nicht mehr hin gelangt.
Und zuhause geht es mit dem Laufenüben natürlich weiter, damit ich günstigstenfalls das gleiche Ergebnis erreiche, das diese Therapie auch auf der rechten Seite schon gebracht hat.

Damit könnte ich dann sogar wieder arbeiten, wenn meine regelmässige Laufstrecke wieder bei 400-500 Metern ohne Schmerzen liegt.
Ein Ziel, das durchaus realistisch ist und wohl lediglich eine Frage der Zeit und meiner Motivation, den Hintern vom Sofa zu kriegen.Im Übrigen versuche ich auch jetzt schon, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu laufen, damit ich den Prozess schon mal anstosse.
Mit entsprechend Schmerzmitteln geht das.

Die Alternative, nämlich einen neuen Bypass zu legen, hat sich gestern quasi von selbst erledigt, als sich herausgestellt hat, dass damit nur einer der drei Arterienäste im Unterschenkel versorgt werden könnte und so das Risiko grösserer Schäden deutlich steigt, falls dieser dann auch wieder zu gehen sollte – von den OP-Riskien mal ganz abgesehen.

Das muss ich beides nicht haben.